Ich hab den Heinz pogen sehn!
CD PRÄSENTATION IM JZ SÜD
Entzugserscheinungen mach-ten sich bei mir in den letzten Tagen vor dem 4. Februar gehörig breit. Ich übergab mich mehrmals täglich und der Schüttelfrost war auch nicht von schlechten Eltern. Mit letzter Kraft schleppte ich mich zum Jugendzentrum, war schon 5 Tage vorher da, übernachtete nur mit einem Stapel Zeitungen vor der riesigen Konzertarena. Der Freitag war dann doch irgendwann gekommen, er hatte noch mal Mitleid mit mir gehabt.
CUATRO X, LABSKAOS und die AKUTE VERSEUCHUNG brachten mir den Lebenssinn zurück. Doch bevor ich mich der musikalischen Bandbreite der Veranstaltung vollends hingeben konnte, war ein Geschäftsessen im gegenüberliegenden HELLAS- Grill im Terminkalender vorgemerkt. Fast schon hatte ich vergessen, wie lecker doch die Griechen sind. Kurz bevor sich die Pita-Taschen ihre Wege in meinen geschundenen Magen bahnten, stellte mir die freundliche Angestellte eine seltsame Frage. "Sie wollen ohne Fleisch?" Wie bitte? Klar ich ess mein Gyros immer ohne Fleisch, dachte ich in mich hinein. "Ja, die Leute, die sonst von gegenüber kommen, wollen das meistens so", versuchte sie ihr Verhalten zu rechtfertigen. "Ne, ne, am besten NUR Fleisch!" Der alte Grieche im Hintergrund lächelte verschmitzt. Endlich jemand mit einem intakten Gaumen, dachte er wohl. Kurz bevor er mich zum Schwiegersohn machen konnte, verließen wir das Lokal. Mit gefülltem Magen betraten wir wieder das JZ, um alten Lebensweisheiten nachzukommen (Nach dem Essen sollst du trinken, trinken oder trinken). Zeitlich superb abgepasst begannen gerade CUATRO X, uns den Metal um die Ohren zu pfeffern. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber ich kann immer nur betonen, dass CUATRO X den besten Metal in unserer Stadt produzieren. Seit den Anfängen von Delirious wird uns nichts besseres geboten, und das wird sich auch in der nächsten Zeit nicht ändern, der Vorsprung gegenüber anderen Vertretern dieser Sparte wird höchstens nur noch größer. Die neue CD wird im April auf den Markt kommen, ich denke, da wird man mich in meiner Vorraussagung bestätigen. Zumindest erweckte das neue Material an diesem Freitag den Eindruck. Wir sind gespannt. Und bevor ich es vergesse, der Mann, der früher als Kind in den Eimer mit Metal-Trank gefallen ist, kam zu Vaterfreuden. Willi begrüßt Gabriel Noel, den Sohn von Oliver "Eumel" Prill (Rythm guit). Gratulation. Neuerdings gibt es auch von den Jungs `ne Homepage: http://cuatro.x2.nu. Interessant und gut aufgebaut.
Den schweren Part als zweite mit ihrem Programm aufzuwarten hatten dann LABSKAOS. CUATRO X hatten als Einheizer schon mächtig vorgelegt. Es liegt wohl an dem komplexen Art- Punk der Band - keine leichte Radiokost, viele Breaks und Solis, da kommt der durchschnittliche JZ-Besucher nicht mit klar. Meinen persönlichen Höhepunkt erlebte ich bei "Rainmaker" ein Song mit viel Saxophon, und eben diesem Regenmacher. So wie HAWKWIND Ende der Siebziger verstanden sie es, mich in eine andere Welt zu entführen. Allerdings fehlte mir was an dem kompakten und musikalisch einwandfreien Programm der Band. Ein Keyboard? Natürlich nicht wirklich, ich will selbstverständlich `ne Orgel, aber das Keyboard wäre schon Mal ein Anfang. Denkt mal drüber nach LABSKAOS.
(http://members.aol.com/labskaos)
Während der Umbaupause wurde ich zusehend nervöser, ein bekannter Dortmunder Rockmusiker hatteein Autogramm von "the almighty" Dirk Potthoff (guit.) auf den After setzen lassen, und zeigte dies schon seit geraumer Zeit im Saale `rum. Die AKUTE VERSEUCHUNG kamen nun zu ihrem Part, lang ist es her, dass sie hier spielen konnten (oder durften?). Wer den CD-Bericht in der vorletzten Willi gelesen hatte, wusste was ihn erwartet. Geiler Einsatz - Punk, direkt aus dem Bauch, mit Stimme, gar elfengleich. Punk meets Melodie. Wenn Punk charttauglich sein kann, sind die Jungs mit diesem Programm auf dem richtigen Wege. Auf ihrer Heimseite beschweren sie sich über "Ausziehen" - Rufe aus dem Publikum. Tja Dirk, dann muss man halt nicht so gut aussehen wie du, dann - kommt sowas auch nicht. Ich denke, es war der Dortmunder Rockmusiker. Vielleicht hätte ich ihm auch nicht anraten sollen, sich auf der Bühne auszuziehen, aber was sollte ich denn machen? Der Heinz fand das gar nicht witzig, als er versuchte das Mikrofon sich irgendwo hinzustecken, auch dafür habe ich Verständnis. Aber zurück zur Band. "Wir werden vielen den Kopf verdrehen," versprachen sie und legten wieder eine Spielfreude an den Tag, die Michael Skibbe seit Monaten gesucht hat. Jetzt lag Skibbe in den letzten Zügen und die Band entbrannte ihr Feuerwerk, an für Punk-Musiker schwindelerregenden Riffs. Die 170 Zuschauer verlangten der Band aber auch alles ab, egal, man gab es ihnen ja gerne. Die Sperrstunde rückte immer näher, und AV gab noch mal richtig Gas. Was daraus wurde, war wieder einmal ein gelungenes Konzert, das nur eine Frage offenließ: Warum inspiriert das Jugendzentrum nur die Menschen, sich auszuziehen oder sich anderweitig daneben zu benehmen? Ein Phänomen, das ich wohl noch öfter erleben darf. Ich werde der Sache auf den Grund gehen, versprochen. Aber vorher muss ich noch zu www.u27.de/akute_verseuchung A.P.a.M.
CORNER INN goes Punk
(Teil 1 der Konzertsaga)
Wir kennen das Corner Inn als gemütlichen Irish Pub, wo man auch an stressigen Tagen an der Theke und in den Nebenhöhlen seine wohlverdiente Ruhe finden kann. Dass es dort auch mal laut werden kann, wissen wir auch aus früheren Konzertzeiten, aber da war es mehr der erdige Blues oder auch schon mal kräftiger Rock. Nun hat sich aber der Wirt eine Aufgabe gestellt, die einiges an Respekt meinerseits zu Tage fördert. Er holt den Punk in die Kneipe, und das gleich mehrmals. Der Februar beinhaltete schon drei Veranstaltungen, und wenn ich den Ankündigungen Glauben schenken darf, geht das auch so weiter. Ein Traum scheint Wirklichkeit zu werden, danke Herr Plattfaut.
Doch zurück zum Tagesgeschehen am 5. Februar. HAPPY REVOLVERS und DAYBREAK BOYS wollten uns totrocken. Jedoch waren die REVOLVERS gerade mal indisponiert, so dass LES JACKS reichlich Mühe hatten, die musikalische Lücke zu füllen. Entweder total besoffen oder von Natur aus schlecht, versuchten sie mit Tönen die Zeit zu vertreiben, die mir die Nackenhaare abfaulen ließen. Dazwischen Ansagen in einer derart schlechten Qualität, dass man merkte, die Band will nicht, kann nicht und sollte auch nicht hier `reinpassen. Aber man ist ja um jedes Stückchen Live-Musik bemüht, sei es auch noch so sich
schlecht. Dem Rest des Publikums entlockten sie immerhin ein paar Klatscher. Auch die größten Torturen gehen irgendwann vorbei, und wir begaben uns an die Theke, wo man erstens die Musik nur noch in Zimmerlautstärke hört und zweitens auch mal vom Wirt ein Gratisgetränk erhaschen kann. Als wir dort so saßen und laut über den Sinn des Lebens nachdachten, ging die Zeit in Riesenschritten an uns vorbei, so dass ich den fabelhaften Anfang der Dortmunder DAYBREAK BOYS wohl überhört hatte. Nach einer halben Stunde wurde es auf einmal leise im Hinterstübchen und wir horchten auf. "Mehr ham we nich........."! Wie?, was?, schon vorbei? - Aber da hatte die Band die Rechnung ohne das Publikum gemacht. Unter vehementer Aufforderung spielten sie ihr Set noch mal durch, und diesmal hatte ich aufgepasst. Die BOYS sind Punk in einer der ursprünglichsten Form, eigentlich mehr Rock`n Roll. Dreckig, laut und mit einem Druck, der die Erde beben lässt. Und so kam jetzt auch sogar richtig Stimmung auf, auch wenns für ein Punk Konzert außerordentlich gelassen zuging. Die räumlichen Gegebenheiten lassen halt ein ausrasten gar nicht erst zu, was aber auch mal positiv zu sehen ist. Denn wenn man als Punk-Band ins Corner Inn Stimmung hineinbringt, kann man das auf jeden Fall in seine Bandhistorie einbeziehen. Mit Spannung sehen wir nun den kommenden Konzerten entgegen, auf das unsere Stadt wieder lebenswerter wird. A.P.a.M.
"Heute hier, - morgen dort"
Hannes Wader
Ja, er war mal wieder da, der Hannes Wader. Und wohl mehr noch als sonst nahm er am 8. Febr. im Maxipark sein Publikum mit auf eine sehr persönliche Zeitreise.
Etwas älter ist er geworden, 60 Jahre wohl, und sein Publikum ist mit ihm gereift. Illustre Gesichter sah man unter den 400 Zuschauern: Man mochte sich den ehemaligen Juso -Vorsitzenden und den Gewerkschaftsfunktionär genau so vorstellen, wie die Mädels, die in den 70-er Jahren hauptsächlich in den Wohngemeinschaften "verkehrten". Gesichter unter 30 Jahren gab es also nicht.
Und darin bestand auch der sentimentale Reiz des Wader - Konzertes: Wer weiß heute noch, dass es einmal eine Friedensbewegung gab, der Wader sein an- und aufrührendes Lied vom toten Soldaten (1916 in der Champagne) widmete, dass es mal die besondere Spezies der "Lehrlinge" gab - Bier holen und den Hof fegen...?
In einem autobiographischen Streifzug durch die Zeit rief Wader sie wieder in die Erinnerung zurück. Angefangen von der Kindheit im Teutoburger Wald ("Der Zimmermann"), die Bewunderung für den Landstreicher "Charley", dann die Lehre in einem Schuhhaus in Bielefeld mit der Bemerkung ins Publikum: "Sowas gibts immer noch!" Die Liebe natürlich: "Ich weiß, so ein Mädchen ist eigentlich - viel zu schade für mich..." Das Interesse für die Politik verbindet sich mit dem Engagement für die deutsche Volksmusik, die es in den 70er Jahren wieder zu entdecken und von Nazi - Dreck zu befreien galt. Der "König von Preussen" markiert dies genauso wie "Wilde Schwäne" aus der ostpreussischen Heimat der Mutter.
Sehr viel persönliches weiß man sonst von Hannes Wader nicht. In den 70er Jahren standen seine Platten in jedem Plattenschrank, oftmals direkt neben Franz - Josef Degenhart und Dieter Süverkrüp. Der Ostwestfale Wader hat dann Schleswig - Holstein zu seiner Wahlheimat gemacht.
In den 90er - Jahren war Hannes Wader zugegeben nicht besonders angesagt. Doch die Zeiten ändern sich wieder. Meinungsforscher ha-ben bei den Deutschen einen neuen Trend zur Gemeinschaft und zur Gemeinsamkeit entdeckt, und in Soest trat ebenfalls am 08.02. die "Sands Family" auf, ebenfalls Überlebende einer bewussteren Zeit, die in Nordirland nicht gerade als Höflinge des englischen Throns gelten.
Wer interessiert ist, höre zum (neuerlichen?) Einstieg die CDs "Sieben Lieder", "Hannes Wader singt Arbeiterlieder" bzw. "Volkslieder", "Plattdeutsche Lieder".
Manfred Tippach
Jubiläumsmonat im "OCaseys"
Darrel Arnold and the Dead Buffaloes
Über hundert Besucher hatten Spaß
Ich weiß gar nicht, warum, aber ich bin schon seit langem nicht mehr im "OCaseys", der gemütlichen irischen Kneipe an der Ritterstraße gewesen. Aber als ich im "Willi" las, daß am 15. Februar die Band "Darrel Arnold and the Dead Buffaloes" spielen würde, entschloß ich mich spontan, mit Willi-Fotograf Rainer dieses Konzert zu besuchen. Nicht, daß ich diese Band kannte, aber der Name klingt gut und die Beschreibung ihrer Musik, geradliniger Rock mit einer reichlichen Portion Country, machte mich neugierig. Ich steh nämlich auf so etwas.
Als wir am 15. 2. dann so gegen 21.30 Uhr das "OCaseys" betraten, waren etwa 100 Zuschauer schon gut drauf, Vorne am Eingang und an der vorderen Theke konnten wir allerdings nur eine Stimme und eine Acoustic-Guitar hören, was uns etwas stutzig machte, denn knackige Country-Rock-Musik war das nicht. Als wir dann allerdings direkt nach hinten zur "Bühne" gingen, hörte sich das schon etwas anders an. Der aus Nebraska/USA (brrrrr) stammende Darrel Arnold hatte drei recht gute Musiker um sich geschart, die ihn sicher und routiniert begleiteten. Gitarrist Mayo (kommt von Fritten mit Mayo?) spielte einen winzigen Marshall-Kombo, aus dem leider auch nur ein winziger Sound hervortrat, obwohl der Kleine sicher mehr drauf hat. Thomas Jauer am Bass und Achim Stephan an den Drums bildeten einen soliden Background für den Frontmann und unterstützten die wenigen Soli des an sich guten Gitarristen. Das Programm war recht vielseitig, Greatful Dead, Brian Wilson (Beach Boys) und andere berühmte Kollegen lieferten das Songmaterial der "Dead Buffaloes", die es auf ihre Art interpretierten. Mal im E-Gitarrensound, mal "unplugged". Aber leider immer etwas ohne den rechten Biß. Sicher liegt das auch an der Beschaffenheit des "OCaseys", denn seit einiger Zeit hat man neue Nachbarn mit einem erheblich höheren Altersdurchschnitt . . ! Außerdem ist der Laden ein langgezogener Schlauch und die hauseigene Klein-PA läßt einen Teil der Musik vorn im Gastraum erschallen, während die nicht "abgenommenen" Instrumente lediglich im hinteren Teil zu hören sind. Schade, aber wohl nicht zu ändern, jedenfalls nicht mit mäßiger Lautstärke.
Trotzdem, die Dienstags-Konzerte im "OCaseys" haben Tradition und werden noch immer gern vom Publikum angenommen. Dazu stets ohne Eintrittsgeld. Übrigens ist das "OCaseys" auch bei der "Nacht der Clubs" am 22. April wieder mit von der Partie. (Hh.)
Zentralhallen Hamm:
Die Stars der Volksmusik
Es geht also doch - alles live!
Wer hätte das gedacht, dass ich einmal freiwillig auf eine Veranstaltung gehe, auf der die "Stars der Volksmusik" den Ton angeben. Aber Tatsache, ich habe unseren Herausgeber darum gebeten, den Konzertbericht schreiben zu dürfen. Immerhin würde auch die allererste Garde der "Karl-Moik-Jünger" auf der Bühne stehen, allen voran die Wildecker Herzbuben und Tony Marshall. Aber auch das Alpen-Trio Tirol, Mara Kayser, Edward Simoni, Katharina Herz & Torsten Benkenstein, Pascale Marshall und als hervorragende Begleitband für alle Künstler, die "Curocas", sechs Musiker und ein gemischter Chor (Ariola und Norbert). Und die gesamte Show wurde moderiert von Lutz Ackermann vom NDR und Michael Thürnau. Letzterer recht bekannt durch die sonntagliche TV-Show "BINGO-Lotto".
Was mich nun am meisten interessierte war, ob die Künstler und Musiker live spielen würden, oder ob sie das Publikum, wie so oft, mit Playback verarschen würden. Aber - alles live!
Um Punkt 20.00 Uhr sprangen die Musiker der "Curocas" mit einem lauten Tiroler "Jauchzer" auf die, mit weißen Zäunchen und Blumen sehr volkstümlich dekorierte, Bühne und Lutz Ackermann und Michael Thürnau begrüßten das mindestens dreitausenköpfige Publikum mit mäßigen, einstudierten Spontanitäten, die sich teilweise als Uralt-Witzchen entpuppten. Den musikalischen Anfang machten Katharina Herz und Torsten Benkenstein mit herzzerreißenden vier Liedchen vom "Vino" oder vom "Adio", die Katharina mit glockenklarer Stimme sang und Torsten mit seiner Trompete live begleitete. (Tja, wenn man blasen kann, lieber Stefan Mroß). Es ist immer eine undankbare Aufgabe, den Anheizer auf einem Festival zu machen, denn das Publikum muss erst mal warm werden, aber dank der gut geheizten Halle ging das recht schnell. Und so wurden auch Torsten und Kathi von den Zuschauern mit reichlich Applaus verabschiedet, bevor Mara Kayser das Zepter, bzw. das Mikro übernahm, nicht ohne ein paar Scherzchen der beiden Moderatoren. Die Kapelle setzte ein, Mara begann zu singen und das Mikro - streikte. Die Band brach ab, der Roadie nahm Maras Mikro, schaltete es ein, und es konnte weiter gehen. (Ja, ja, Frauen und Technik . . . d.Red.). Was Mara Kayser bot, war Schmalz pur, besonders die Zwischentexte zwischen den Liedern, erstaunlich, wie das Publikum auf so etwas abfährt.
Aber danach ging´s richtig ab, denn nun sprang das "Alpen-Trio Tirol" mit den typischen Jauchzern auf die Bühne und begann mit einer zwanzigminütigen rasanten Show. Die "Curocas" hatten Pause, denn das Trio, welches eigentlich ein Quartett war, begleitete sich selbst mit Keyboard, Bass, Gitarre und Akkordeon. Ein bißchen rockiger als die vorherigen Künstler waren die Vier, aber nicht weniger volkstümlich, und die Halle kochte.
Und dann kam er, der große Stimmungsmacher der Nation, Tony Marshall. Als erstes brachte er das Lied, was ihm eine "Ausladung" bei Michael Schanzes Kindershow eingebracht hatte.
"Wir wollen einen Trinken, und noch einen Trinken, und noch . . ." Wenn der Kerl live singt, so wie hier, dann hört man erst richtig, was er für eine tolle Stimme hat, ehrlich. Das bewies auch "Bora Bora", "Auf der Straße nach Süden", "Heute hau´n wir auf die Pauke" und natürlich die "Schöne Maid". Zum Schluß, vor der 20minütigen Pause, sang er mit seinem Sohn Pascale "My Way" von Frankie Boy, auch nicht übel.
In der Pause verkauften die Stars reichlich CD´s und gaben Autogramme, bevor dann Edward Simoni, einer der besten Pan-Flötenspieler überhaupt, wieder etwas mehr Besinnlichkeit ins Spiel brachte. Mit seinen bekannten Hits, mit denen er schon in der ZDF-Hitparade Erfolge feiern konnte, u.a. Beethovens 9te, sehr interessant interpretiert. Dann griff er zur Geige und zeigte, daß er auch dieses Instrument hervorragend beherrscht.
Und als Höhepunkt des Abends waren sicherlich die Wildecker Herzbuben gedacht, Wolfgang und Wilfried, die beiden gewichtigsten Künstler der Show. Mit sicherem, hervorragendem zweistimmigen Gesang brachten sie alle ihre großen Erfolge, "Zwei Perlen wie wir", "Hallo, Frau Nachbarin" und natürlich "Herzilein". Von ihnen weiß ich schon längst, daß sie perfekte Könner auf ihrem Gebiet sind, aber auch von allen anderen Künstlern war ich angenehm überrascht. Ein bunter, sehr professioneller Abend, den das Publikum trotz bis zu 70 DM Eintritt genossen hat. (Hh.)
(Ich sehe unseren Uli schon als Moderator bei der nächsten Super - Hitparade der Volksmusik, d. Red.)