| Percussionsinstrumente - Die Bougarabou
Auf den ersten Blick kommt die Bougarabou dem Erscheinungsbild einer Djembe sehr nahe. So ist auch sie mit einem einfachen und verständlichen Schnursystem versehen, mit dem das Stimmen dieses Instruments kein Problem mehr darstellt. Hierbei sind die Schnüre vorgereckt, dies gewährleistet eine lang anhaltende Stimmgenauigkeit. |
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Wie bei der Djembe liegt der Ursprung dieser Trommel in Afrika, genauer gesagt in Gambia und in der Casamance (Südsenegal ).
Als weitere Ähnlichkeit ist noch das Material des Trommelkessels anzuführen.
Das Instrument wird aus dem westafrikanischen Edelholz, Win genannt, hergestellt. Dies geschieht ausschließlich durch Handarbeit.
Die Bougarabou gibt es in vier verschiedenen Größen. Das Tonspektrum reicht hier von tiefen, bassigen Klängen bis hin zu hohen, einer kleinen Conga ähnlichen, Tönen. Durch die Kuhfellbespannung entsteht im allgemeinen ein sehr warmer, bauchiger Sound. Die spitzen, peitschenden Klänge, die man auf Bongos oder auch auf der Djembe erzielen kann, fehlen hier gänzlich. Der entstehende singende, runde Ton wirkt sehr meditativ und lässt die Hände wie von allein spielen. Traditionell wird die Bougarbou zu festlichen und rituellen Anlässen gespielt.
Für das Volk der Djola ist sie das "Herzstück der Casamance".
Bei den Festen spielt ein Trommler auf vier Instrumenten gleichzeitig.
Er hat die Aufgabe mal begleitende Rhythmen zu spielen sowie zu solieren. Oft wird die Bougarabou auch als das weibliche Gegenstück zur Djembe bezeichnet und bietet einen ganz eigenständigen Charakter. Da dieses Instrument bei uns eher unbekannt ist, eröffnen sich auch für bereits versierte Percussionisten viele weitere Entdeckungsmöglichkeiten und lassen bisher schwer umsetzbare Soundvorstellungen wahr werden.
Antestbereit steht diese Trommel bei Musik Hans auf der Südstraße.