Kunst

Patrice Jacopi
Raum-Bilder
1988 - 2000
Ausstellung im
Gustav-Lübcke-Museum
vom 6.8. - 10.9.


Patrice Jacopit wurde 1951 in Tours an der Loire, Frankreich geboren und erhielt 1981 ein Sti-pendium für Lithografie des Kultusministerium des Landes Nordrhein-Westfalen. Seit 1979 ist er in Hamm ansässig und als freischaffender Künstler tätig.
Mit dieser Ausstellung wird die Arbeit eines Künstlers gewürdigt, der inzwischen ein umfangrei-ches Werk aufweisen kann. Patrice Jacopit hat durch seine vielfältigen künstlerischen Aktivitä-ten, durch die Teilnahme an zahlreichen öffentlichen Ausstellungen im In- und Ausland, durch seine Lehrtätigkeit oder durch die Öffnung seines Ateliers für interessierte Besucher und durch seine vielfältigen künstlerischen Kontakte die Künstlerszene in der hiesigen Region aktiv mitgeprägt und mitgestaltet.
Die Ausstellung wird die verschiedenen Stufen seines künstlerischen Schaffens darstellen, das mit der Ausbildung an der Académie des Beaux-Arts in seiner Heimatstadt Tour begann und von einer noch am Gegenstand verhafteten Malerei der 80er Jahre zu einer zunehmenden Hinwen-dung zur Abstraktion in den 90er Jahren führt.
Die Gemälde Jacopits entziehen sich dem spontanen Zugriff des Betrachters nur zu leicht. Der erste Eindruck ist bestimmt von einem In- und Übereinander von Farbtönen, Strichen, Verwi-schungen und Verkrustungen, lassen aber bei intensivem Betrachten gegenständliche Assozia-tion erkennen.
Ein Hauptthemenbereich hat Jacopit mit Beharrlichkeit verfolgt, die Landschaft Zum einen bleibt aus der Zeit in Frankreich die Loire ein zentrales Motiv, jetzt sind es Motive aus seiner heutigen Umgebung, die er auf seinen Spaziergängen häufig aufsucht.
Manfred Weise in seinen gedanklichen Skizzen zum Werk Patrices Jacopits:
Für Jacopit stellt sich die Frage nach der Malerei, wie auf der Leinwand der Eindruck von Ge-wicht, Dichte und Bewegtheit entstehen kann. Das Gegenüber verlangt nach der Leibhaftigkeit in der Farbe und soll nicht Fläche bleiben, die mit Farbbe bedeckt ist, sondern die Farbe soll mit ihrer Dringlichkeit Gegenwart erzeugen. Zwischen Bewusstheit und Spontanität, zwischen ge-planten und unbewusstem Handeln existieren fließende Übergänge. Sein Thema letztlich ist: die Relation von Welt, Kunst und Mensch ideell zu beleben.
Die ausgestellten Arbeiten stammen aus Museumsbesitz, privaten Sammlungen und aus dem Besitz des Künstlers.

Die Ausstellung Patrice Jacopit - Raum-Bilder - 1988-2000 ist vom 6. August bis zum 10. September im Gustav-Lübcke-Museum
Öffnungszeiten:
Di. - So. 10.00 -18.00 Uhr,
montags geschlossen

Jugendkunstschule unter neuer Leitung
Manfred Jockheck künstlerischer Leiter in der Oberonstraße


Zum zweiten Male in diesem Jahr hat die, in der Kulturwerkstatt Oberonstraße e.V. (KW) beheimatete, Freie Jugendkunstschule eine neue Leitung bekommen. Neu ist auch der in diesem Zusammenhang beschlossene Schulterschluß der KW mit dem Kultur- und Touristikbüro der Stadt Hamm. Über einen Kooperationsvertrag wird in Zukunft die Zusammenarbeit zwischen der kaufmännischen- und der künstlerischen Leitung der Juku geregelt. Teile der Organisation werden durch den Dipl. Verwaltungswirt Stefan Klöcker bei der Stadt erledigt. Der eigentliche Leiter der Einrichtung ist aber der bekannte Künstler Manfred Jockheck. In den vergangenen zwei Jahren hat er, in seiner Eigenschaft als Bildhauer, Kurse an der Juku geleitet und ist daher mit den Strukturen der Einrichtung bestens vertraut. Jockheck verfügt über eine solide Ausbil-dung zum Handwerksmeister und hat im Anschluss daran ein Studium an der Fachhochschule für Design in Dortmund abgeschlossen und danach die Bildhauerei an diesem Institut geleitet. Seit 5 Jahren ist er 2. Vorsitzender des Hammer Künstlerbundes, Vorstandsmitglied im Künstler-verband BBK, als Fachvertreter für Medienkunst und Träger vieler Auszeichnungen und Preise (u.a. Träger des Umweltpreises der Stadt Hamm und Focus Preisträger) Sein Energie-Kunst-Lehrpfad im Maximilianpark sowie etliche internationale und heimische Ausstellungen (z.B. Gale-rie Kley und das Gustav-Lübcke- Museum) geben ihm auch die nötige Lobby die nach dem Weggang der früheren Juku - Leiterin Tanja Muschwitz als ein unabdingbares Muss in diesem Job zu sehen ist. Jockheck wird das Kurs- und Projektangebot der Juku mit eigenen Ideen und Ansätzen ausweiten. Hierzu gehört neben dem Angebot in bildender Kunst, in der Theater- und Zirkuspädagogik auch ein für die gesamte Region neues Gebiet, nämlich die Gestaltung mit neuen Medien. Jockheck´s Absicht ist es, in den nächsten zwei Jahren, ein festes Kursangebot in diesem Bereich anzubieten. Ein Medienraum mit mindesten 10 Hochleistungsrechnern, sowie Netzanschluss und die kompetente-, innovative-, künstlerische Ausbildung junger Menschen gelten als vorrangige Ziele des neuen Leiters. Voraussetzung dafür ist jedoch die Bereitschaft der Stadt sowie entsprechender freier Sponsoren die freie Jugendarbeit und die unabdingbar nötige räumliche Ausstattung der Jugendkunstschule finanziell zu unterstützen und zu fördern.
Willi wünscht Herrn Jockheck viel Erfolg für seine Arbeit und recht viele
Sponsoren.