Rheinkultur 2000
Zwischen Blitz und Donner
Auch dieses Jahr besuchte ich das Festival der Festivals: das Rheinkultur in den Bonner Rhein-auen. Nach anfänglichen Findungsschwierigkeiten gelangten wir dann doch um 11 Uhr zu dem äußerst schnuckeligen Festivalgelände. Es fing zwar erst um 12 Uhr richtig an, jedoch bot uns jetzt schon das nervige Gedröhne der neuen Techno- Zone gehörige Unterhaltung. Über 50 Interpreten auf drei Bühnen schafften es mal wieder, mir die Gicht aus den Armen zu treiben.
Wir fingen mit NEO DEO, einer Bonner Pur-Verschnitt Band, an uns zu quälen. Nach ca. 15 Minuten wandten wir uns den 4 BACKWOODS zu, etwas härterer Kost.
SKIMP und SPECIAL FLOW gingen im Wechsel, bis ich mir den ersten Höhepunkt des Tages antun durfte. ERDMÖBEL, posttocotronisches Rumgefasel zu Klängen von Pink Floyd begei-sterten mich und animierten mich zu süßlichen Gerüchen.
DUMBELL und STEAKNIFE ballerten mir die Rübe zu, um eine ruhigere Phase bei SUPERWOSH und SOUL-WAX einzuleiten.
Irgendwann dann die DONOTS aus Ibbenbüren, eine Band, die ich noch aus der Demo-Ecke beim Metal-Hammer kenne, folgend von A, eine der Bands wo sich Minderjährige ausziehen und
ihre Unterwäsche auf der Bühne preisgeben.
Es war auf einmal spät geworden und der KING erwartete uns auf der blauen Bühne. Herrliche Show, Ficken Schmidt kommt da mit seinen ?Faith no more Covers? nicht gegen an. Nach dem KING ging es zu THERAPY? auf die rote Bühne, um mal richtig den Brägen wegzuballern, bei dieser Gitarrenverzerrung auch kein Wunder. Zwischendurch traf man leider allerhand Hammer Gesockse, das einem Fanzines andrehen wollte oder einfach nur 'ne Frikadelle ans Ohr labern. Nachdem wir dann auch vor KING´S X noch unseren heimischen BON JOVI trafen, wusste ich, hier bin ich Mensch, hier gehöre ich hin. Rheinkultur, ein Umsonst- und Draußen-Festival das seinesgleichen sucht, trotz der Blitze dieses Jahr. Es führt einfach kein Weg um Bonn herum, an einem ersten Juli-Wochenende.
A.P.a.M:.