GOTT SEGNE DEN ERFINDER DES CATERINGS
Ein Tag im Leben einer PETRA.
Schön, ja schön war er, dieser Abend, wahrlich. Man fühlte sich als besserer Mensch, wurde unterwürfig angestarrt und mit Fragen bombardiert auf die man keine Antwort wusste. Aber man wollte sich ja nicht lumpen lassen und log, äh... erfand die eine oder andere Antwort. Doch wie habe ich es geschafft, mich in ein besseres Leben zu bugsieren, werdet Ihr zu Recht fragen. Ganz einfach, mir wurde die Ehre zuteil, mit unseren Hammer Vorzeigemusikern PETRA einen Tag auf Tour zu sein. Wie das Tragen einer Backstagekarte doch das Ansehen erhöhen kann, Wahnsinn. Über diesen Tag könnte man ganz entspannt eine mehrteilige Romanserie verfassen, doch ich wurde zur Mäßigung gebeten.
Fangen wir doch einfach mal beim KRACH AM BACH in Beelen an. Als dritte Band am zweiten Festivaltag vorgesehen, begannen die Mädels eine gute Stunde später als geplant aufzuspielen. Anfangs noch vor gut 50 Leuten, steigerte sich die Anzahl während Ihrer atemberaubenden Musikdarbietung um ca. 300%. In der Fremde Zuhause, publikumstechnisch gesehen, und leider viel zu wenig CDs dabei, das Schicksal eines jeden Popstars. Frenetisch umjubelt verließen die drei nach ca. 12 Bieren meinerseits die Bühne - versteht mich doch, es war umsonst - aber auch nur, um geschwind die Brocken zu packen und sich auf den Weg nach Frankenberg-Wengers-hausen an der Eder zum ROCK GEGEN DUMPFSINN zu begeben. Dort war für 22 Uhr der zweite Auftritt des Abends geplant. Ca. 250 km später erwachte ich dann auch wieder, was für Schelte seitens Ficken - Schmidt´s sorgte, störte mich aber recht wenig. Es war mittlerweile schon 23 Uhr und das lauwarme Licher lächelte mir zu.
Meines Erachtens ca. 1900 Leute erfreuten sich dann an dem 100% selben Programm, welches ich mir schon in Beelen anhören durfte, kein Einfallsreichtum seitens der Band (das habt Ihr jetzt davon).
Eine berauschende Atmosphäre. Lautstark wurden Texte mitgesungen, eine Gänsehaut jagte die nächste. Das alles konnte fast nur durch das leckere Steakbrötchen überboten werden. Nach ca. 90 Minuten verließ PETRA die Bühne schrieb zahllose Adressen auf, um CDs zu verkaufen und bereitete sich auf die Heimfahrt vor. "Nach den ersten 500 Stück hab ich aufgehört zu zählen, und das ist schon etwas her", verriet mir Ficken-Schmidt großkotzig bei einem intimen Gespräch über die Gesamtverkaufszahlen der ersten CD. Wen wunderts meine Herren. A.P.a.M.