Willi´s Kneipkur, heute:
GERONIMO
Nette Kneipe am Großen Sandweg 80a
Seit einigen Monaten gibt es, von den Hammer Kneipenbummlern fast unbemerkt, im Hammer Norden am Großen Sandweg, eine neue Kneipe mit Namen GERONIMO. Wie der Name schon vermuten lässt, ist Frank Vetter, der Mann hinter der Theke ein Fan der amerikanischen Ur-Einwohner. Das bemerkt man sofort, wenn man die gemütliche Kneipe betritt. Überall im Gastraum findet man an den verklinkerten Wänden Bilder und Statuen von Indianern, vielleicht sogar eine von dem echten Geronimo, Pfeil und Bogen, mit dem der Wirt sich seiner Haut erwehren kann, falls ein Gast mal eine bedrohliche Haltung ihm gegenüber einnehmen sollte, und viele andere Acsessoires, die an die "gute alte Zeit" in den USA erinnern.
Die Theke befindet sich links vom Eingang, ganz in der Nähe zu den Toiletten, die durch einen kleinen Vorraum, der auch die Garderobe birgt, vom Gastraum abgetrennt sind. Praktisch, falls man, bedingt durch übermäßigen Biergenuß, sich keine langen Wege mehr zutraut . . . Der rechte Teil des Gastraumes bietet einigen Stehtischen und Sitzgruppen Platz, dort kann man, wenn man sich eine sichere Unterlage verschaffen möchte, auch leckere Sachen essen: Schnitzel aller Art, Jäger/Zigeuner/ Schlemmer oder auch das Geronimo-Schnitzel, mit Rührei und Jägersoße. Die Preise liegen zwischen 8,- DM und 11,50 DM, also durchaus angenehm. Für "kleine Indianer" gibt es Steakbrötchen, Wiener Würstchen oder das "Dino-Schnitzel". Dazu kann man wählen zwischen Kartoffelsalat, Pommes Frites, Kroketten und frischem Salat. Samstags und Sonntags ist das "Geronimo" ab 10.30 Uhr geöffnet (sonst ab 17.00 Uhr) und dann kann man auch frühstücken. Für 7,- DM gibt es zwei Brötchen, ein Ei, Käse, Konfitüre, Butter und Kaffee ohne Ende. Gezapft wird Warsteiner, Isenbeck, Potts Landbier und Potts Altbier. Montags ist Ruhetag.
Auch die Toiletten sind sehr gemütlich, mit Blumen und Gardinen dekoriert, Musik vertreibt einem die Zeit bei härteren Geschäften. Ich verrichtete bei "T-Rex" mein Tagwerk. Natürlich gibt es keine Kneipe ohne Spielgeräte, denn Biertrinken ist nicht alles. Im Gastraum und in einem Nebenraum, der im Fachwerkstil gehalten ist, befinden sich Dart- und Geldspielgeräte, und am Abend unseres Besuches, auch eine Band, denn im "Geronimo" finden hin und wieder auch kleinere Live-Konzerte statt. An diesem Abend gaben sich "Pink Bubbles" die Ehre. Ein Duo, das die zahlreichen Gäste mit Oldies wie "I hear you knocking", "Marmor, Stein und Drafi bricht" und anderen Ohrwürmern unterhielt. Das Publikum war sehr gemischt, viele der Gäste kannte ich zum Beispiel aus dem "Eulenspiegel" oder aus dem "Haus Wiemann", beides Kneipen, in denen ich schon vor ´zig Jahren wirkte. Paul, der frühere Wirt von "Wiemann", sucht übrigens dringend eine Frau, die ihm bei der Führung einer Gaststätte, die er eröffnen möchte, zur Hand und sonst wohin gehen soll. Wie auch immer, das "Geronimo" ist eine originelle Kneipe, in der man gemütlich essen und trinken kann, nette Musik gibt es obendrein und manchmal auch live. Was will man mehr. Also, nix wie hin. (Hh.)