Lyrik

Nachtgespenster

er starrt gebannt ins Tal der Nacht

schon kurz davor sich abzuwenden

da greifen sie mit eis’gen Händen

und halten ihn mit aller Macht

der Schweiß, er schießt durch seine Poren

das Herz, es hämmert gar wie wild

das Blut, es rasr durch seine Ohren

verschwunden ist das schützend ‘ Schild

sie quälen, jagen, klagen an

die Angst, die Schuld, das kalte Grausen

und lauter wird das innre Brausen -

bis ein Schrei durchbricht den Bann

benommen flattern seine Lider

die Muskeln zucken, er erwacht

noch hall’n in seinem Kopfe wider

die Bilder und die Angst der Nacht

Sabine Bartmann