Trassenfete
Buntes Familienprogramm lockte viele Besucher
Zum 5. Male veranstaltete der SPD Ortsverein Hamm-Süden "seine" Trassenfete. Aufgrund des letztjährigen Erfolges wurde das Fest als Stadtteilfest konzipiert und wiederum auf der Freifläche "Im Kleekamp" durchgeführt. Mit einem internationalen Spezialitätenangebot sollte deutlich werden, dass Fremdenhass nicht nur auf dieser Veranstaltung nichts zu suchen hat. Weiterhin stand das Fest unter dem Motto "Kinder sind unsere Zukunft". Zwar litt der Kinderflohmarkt unter den doch erheblichen Regenschauern, aber viele Attraktionen konnten in dem Veranstaltungszelt oder in den Regenpausen stattfinden. So erhielten der Zauberer, der Clown, die Breakdancegruppe, die Kampfsportvorführung, die Straßenmusiker und viele weitere Attraktionen einen super Zuspruch von den Besuchern, die das Wetter dann auch ignorierten. Als abends dann die Südener Gruppe Idlewild South auftrat, hatte der Wettergott sogar ein Einsehen und es gab fast während des gesamten Abends eine Regenpause. Der Vorsitzende des Ortsvereines, Frank Bierkemper bedankt sich auch auf diesem Weg noch einmal bei den ortsansässigen Firmen und Privatpersonen, die das Fest mit Spenden großzügig unterstützt haben. Denn diese haben mit dafür gesorgt, dass die Veranstaltung trotz der wirklich miserablen Witterung ein Erfolg war. Der Überschuss des Festes wird der Klinik für manuelle Therapie und dort einer Abteilung für spastisch behinderte Kinder zur Verfügung gestellt. Geplant ist die Fete auch für das kommende Jahr. Natürlich wird auch dann der zu erwirtschaftende Überschuss wieder einem guten Zweck zugeführt werden.
PINK BUBBLES im "Geronimo"
Duo bot nette Unterhaltung
Im Hammer Norden gibt es seit einiger Zeit eine Kneipe mit Namen "Geronimo" (Siehe Willis´s Kneipkur). Hin und wieder finden dort Live-Konzerte statt, so auch am 2. September. Das Acoustic-Duo PINK BUBBLES lieferte echte handgemachte Musik, unplugged mit Gitarre, Schellebammel und Bongos. Und zwar quer durch den Garten der früheren und neueren Musikgeschichte. Cher, die Stones, Oasis und Alanis Morissette stehen ebenso auf dem Programm wie Dave Edmunds oder Drafi Deutscher. Eine bunte Mixtur Unterhaltung wurde von Diana und Volker geboten und das Publikum im "Geronimo" nahm es dankbar in Kauf. In einer Hans-Meiser-Sendung hatte Volker sich mal darüber beschwert, dass seine musikalische Partnerin Diana sich auf der Bühne nicht "standesgemäß" kleidet. Inzwischen hat er für solcherlei Klagen sicherlich keinen Anlaß mehr. "Diana sieht eindeutig besser aus als Du, Volker," meint Willi. Recht hat er. (Hh.)
AIDS - BENEFIZ - KONZERT IM JZ SÜD
Ein Abend voller Ungereimtheiten
Als die Musik aufspielte hatte ich einen Hals, und nicht etwa den wie jeden Abend, nein es war der Hals des "Du Idiot, warum bist du mit dem Auto gekommen und nicht öffentlich?" Unter der Mindestvorraussetzung nicht eine Palette Dosenbier vorher vernichtet zu haben, hätte ich den Saal nicht betreten dürfen. Aber selbst dann wäre es noch ein Wagnis gewesen. Ich unterhielt mich mit einem Anhänger der Matzka Gruppierung. Fazit: BUMM PATSCH, die nächsten anderthalb Stunden. Heureka! THE AUTIST und danach PARANOYA brachten mich zum Heulen. Bin ich so alt geworden, oder waren DIE einfach nur schlecht? (Du bist so alt geworden, d. Red.) Das mag jeder auslegen nach Gutdünken. Zudem ich ja nur zur inoffiziellen CD Präsentation von CUATRO X gekommen war. Und wenigstens diese Tatsache wusste mich in der Zeit des Wartens zu besänftigen. Zum ersten Mal hatte ich Gelegenheit das neu angeprisene Liedgut (siehe Willi 67) zu begutachten, und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Die Songs der neuen CD "AT NIGHTFALL" passen sich wie selbstverständlich in das bestehende Programm ein, ja sie verstärken es sogar. Außerdem lohnt es sich immer einen schreienden Thorsten Grams zu bestaunen. Man merkt wie sich die Band formt und findet, langsam kommen die Gelegenheiten zur Show, man kann körperlich mehr die Symbiose zwischen Musik und Darbietung erkennen. Die musikalischen Fachkenntnisse der Band begeistern, ja animieren die Zuhörer. Dieser Gig bestätigte mich mal wieder in der selten gehörten Behauptung: "Heavy Metal wird wieder salonfähig." Spätestens wenn ich Gesellschafterstatus genießen darf!
A.P.a.M.
WER VERSUCHT DIESEN ABEND ZU ÜBERBIETEN...
...gehört verspottet! Ich rede vom Konzert der PHANTOMS OF FUTURE am 16/09 im Kulturrevier. Es war ja weiß Gott nicht mein erstes Konzert der Dortmunder, aber so etwas habe ich bisher noch nicht gesehen. Ein mir bekannter Mitbesucher fragte sich nach dem Gig: "Was soll ich meinen Kollegen erzählen, wo ich am Wochenende war? Ich war auf einem Konzert wo der Tod durchs Publikum wanderte, der Sänger wild gestikulierend und bunt angemalt durch die Zuhörer wuselte, um sich zwischendurch `nen alten Hasenkäfig und `ne Gasmaske auf den Kopf zu setzen und kurz darauf einen Liliputaner über seine Schultern zu wirbeln."
Ich zähle rückwärts: 3, 2, 1 Einweisung......! Jetzt bitte nur weiterlesen wenn der Verstand soweit ausgeweitet ist, um die Musik und vor allem die Show der PHANTOMS OF FUTURE zu verstehen. Denn zu viele Menschen wenden sich ab, bei dem Gedanken Musik zu untersuchen oder gegebenenfalls zu verstehen. Nebenbei können Leute nicht mitreden, welche noch nicht einmal eine Gänsehaut bei dem ein oder anderem Song vom Tape bekommen. Bei den PHANTOMS OF FUTURE allerdings bekommt man nonstop Gänsehaut, wenn nicht von der eigenwilligen, aber durchaus nicht schlechten Mischung moderner Musikkultur, dann aber von der Show eines Sir Hannes (voc.). Geistesungegenwärtig schießt der Irrwisch von links nach rechts, von vorne nach hinten, und andersherum. Wobei ich mir nie, zu meiner Schande gestehend, eine CD von den Jungs kaufen würde. Aber ich bin auch nicht einer der Typen, die vom "Phantom der Oper" den Soundtrack wollen. Die Dortmunder sind die Liveband schlechthin. Ich weiß nun, warum ich so ungern ins Theater gehe, denn mein Theater spiegelt sich in solchen Darbietungen wieder. Wobei Sir Hannes durchaus als Star anzusehen ist, der Rest der Band bleibt eher im Hintergrund und gibt den Ton an. Aber der Ton macht die Musik, und so entsteht ein unglaubliches Klang- und Schauerlebnis sondergleichen. Nicht minder als 8 (in Worten acht) Zugaben und ich hoffe, dass ich vor lauter Nebelmaschienerie noch zählen konnte, bot mir und den ca. 250 weiteren Zuhörern diese Band. Wobei ich mich bei dieser Gelegenheit noch einmal kurz beschweren muss, KURT HAUEN-STEINS´ SUPERMAX zu covern grenzt an Blasphemie. Obwohl LOVE MACHINE eines der weniger interessanten Titel ist, ich erinnere nur an JUSTICE (for the flowers and the trees).
In diesem Sinne....A.P.a.M.
ZELTINGERBAND in Hamm
Auftakt zu "Herbstlich Willkommen"
Exakt zum Herbstanfang am 22. September starteten Kulturwerkstatt und Hoppe Garden ihre Veranstaltungsreihe "Herbstlich Willkommen" in einem Festzelt, das im Biergarten des Hoppe Garden aufgestellt wurde. Und mit einem lauten Donnerwetter begrüßte kein Geringerer als Jürgen "De Plaat" Zeltinger, der "Asi mit Niwoh" aus Kölle mit seiner ZELTINGERBAND um 21.30 Uhr den Herbst
Jürgen Zeltinger ist schon seit langem absoluter Kult und zusammen mit seinem Gitarristen und Kumpel Alex Parche und der Zeltingerband bewies er eindrucksvoll, dass ihm dieses Prädikat zu recht verliehen wurde. Als Zeltinger am Nachmittag aus dem Taxi stieg, machte er den Eindruck eines netten, älteren Herrn, wohlbeleibt und gemütlich. Eigentlich ist er das alles auch, aber auf der Bühne und danach in der Garderobe zeigte er, dass er ebenso auch ein Vollblutmusiker ist, mit allem was dazugehört . . !
Bereits ab 20.00 Uhr strömte das Publikum auf das Gelände der Kulturwerkstatt, alles sammelte sich zunächst vor den Getränkepavillon. Dort traf man sich, plauderte, stärkte sich für das, was da auf einen zurollen würde, das Wetter war bombig und das Publikum in Trinkerlaune.
Um 21.30 Uhr betrat die ZELTINGERBAND unter lebhaften Applaus die große Bühne des Zeltes und dann ging es los. "Mallorca" hieß der erste Song und zeigte gleich, dass man heute Abend in die Vollen gehen würde. Die Zuschauer waren sofort super drauf, was es der Band natürlich leicht machte. Trotzdem war der Dreieinhalb-Zentner-Sänger schon nach dem ersten Song nassgeschwitzt. "Panzerfahrer" und "Rock´n Roll Betrug" trieben die zweihundertfünfzig Zuschauer bis auf hundert, bevor die Band die Menge mit ihrem Kult-Hit "Asi mit Niwoh" endgültig voll im Griff hatte. Ein Biergartentisch ging zu Bruch, die Fans in den hinteren Reihen hatten ihn als Tribüne benutzt und waren wohl doch etwas zu wild. Ein weiterer Kult-Hit folgte, "Marmor, Stein und Eisen bricht" mit einem verstecktem Gitarrenzitat von "Day Tripper" und dann der erste langsame Song des Abends, eine Ballade. "18 Jahr", die Geschichte eines Jungen im Rotlichtmillieu. Die Bühne ganz in rotes Licht getaucht, sang Zeltinger seine eigene Geschichte, sehr melodiös, ja sogar zart. Da merkte man dann sogar, dass "De Plaat" auch singen kann. Der "Tuntensong" ging dann wieder voll ab bevor der Frontmann sich eine Gitarre griff und allein seine Ballade an "Manfred" sang. Ebenfalls ein sehr gefühlvolles Lied. Dann allerdings wurden keine "Gefangenen" mehr gemacht, von nun an ging voll die Post ab. "Sexy Hexy", "Tiger", "Entzug" und und und. Alex Parche hatte nun Gelegenheit, seine Fähigkeiten als Solist unter
Beweis zu stellen, was er eindrucksvoll tat. "Schöne Frauen" (Pretty Woman) war ein weiterer Ohrwurm und mit "Wat es met Dir los" wollte sich die Band von der Bühne verabschieden. Aber wohl nicht wirklich, denn ohne Zugabe - keine Chance. Unter tosendem Beifall kehrten die Jungs zurück und ließen den "Wandersmann" auf das Publikum herniederprasseln, bevor dann endlich der Riesenhit "Müngersdorfer Stadion" aus 255 Kehlen ertönte. Jürgen-Jürgen-Rufe verhinderten ein weiteres Mal das Konzertende und "Stüferhoff" und "Exhibitionist" bildeten dann endgültig den Schluss. "Ende und Arschlecken" steht auf der Programmübersicht der Band, doch Arschlecken war nicht angesagt, denn die Garderobe der Musiker wurde von Fans belagert und die freundlichen Kölner gaben gerne noch viele Autogramme. Fazit: Zeltinger ist ein perfekter Entertainer, ein guter Sänger. Die Texte sind sehr witzig, sehr nachdenklich, manchmal böse, und die Musik ist einfach Klasse. Ein großes Konzert.
Übrigens, auf der Bühne stand ein Tisch mit einer weißen Decke, darauf ein Eiskühler mit einer Flasche "Moskowskaja", einer Flasche "Blanchet", einer Flasche "Fernet-Menta" und einem Messingkerzenleuchter. Das hat Stil . . ! (Hh)