BIRTH CONTROL zu Gast in der Titanic in Sendenhorst
Auch wenn von der Ur-formation nur noch Rock-Dinosaurier Nossi übriggeblieben ist, so ist bis heute der Bann ungebrochen. Birth Control tourt weiter durch Deutschland und Europa und hinterlässt überall Begeisterung.
Obwohl die Band eigentlich von der eigenen Legende lebt, hat sie mit neuen Stücken den Zeitsprung geschafft, ohne dabei ihrem Stil untreu zu werden. Mit Sascha Kühn (keyboards) Peter Engelhardt (guitar) und Hannes Vesper (bass) hat Bernd Noske Profimusiker in der Band, welche die Tradition von Birth Control in alter Manier weiterleben lassen. Und nicht nur das: sowohl die neu eingespielten Klassiker, als auch die live gespielten Titel sind durchweg noch schneller und druckvoller als in der Originalversion. Peter Engelhardts Soli gehören inzwischen - genau wie Nossis legendäres Drumsolo - zu den Höhepunkten eines jeden Live Gigs, natürlich auch
am Samstag, den 21. Oktober 2000 um 21.00 Uhr in der Titanic in Sendenhorst
TANZWUT + WEISSGLUT im Cult
Lauter, grooviger und tanzbarer denn je meldet sich die fünfköpfige Band Tanzwut mit ihrem neuen Album zurück. Industrial kombiniert mit Instrumenten des Mittelalters, dominanter als auf dem Erstlingswerk, bil-det die Grundlage der Musik. "Die Idee ist die gleiche geblieben", betont der Sänger. "Wir haben die Dudelsäcke mit-genommen und auch die Electonic Beatz. Beim ersten Album dachten wir experimenteller, da wollten wir was ganz neues machen. Jetzt haben wir uns entschlossen, Songs zu spielen."
Drehleier, Schalmei, Drumscheit und immer wieder zahlreiche Dudelsäcke, eingebettet in einen elektronischen Soundteppich aus Gitarren und Beatz, laden ein in ein Labyrinth der Sinne, auf eine Reise in die Tanz-welt.
Weissglut waren für viele Fans und Medienvertreter mit ihrem Debüt "Etwas kommt in deine Welt" DIE Newcomer 1998. Nie zuvor hatte eine Gruppe so geschickt mit Emotionen und Härte jongliert und sich damit eine völlig eigene Nische geschaffen. Entsprechend hoch waren die Erwartungshaltungen, die auf dem zweiten Album "Zeichen" lasteten. Und es ist ihnen gelungen, auf eine grandiose Erstleistung eine mindestens ebenso gelungene Nachfolge-Platte abzuliefern, auf der sie zwar anders, mutiger, aber doch immer sie selbst sind.. Das Dunkle, das ungreifbar Mystische, der Zwiespalt zwischen Hoffnung und Verzweiflung und Wut ist nach wie vor von körperlicher Präsenz. Songs wie "Tanz der Sinne" und "Meine Liebe ist rot" entfachen einen Strudel, der dich in eine andere Welt zieht.
Ein Konzertereignis, das man auf keinen Fall verpassen sollte.
Am Montag, den 23. Oktober 2000 um 20.00 Uhr im Cult in Neheim
Genuss für Gaumen und Ohren
Vater und Tochter, musikalischen grundverschieden, so präsentieren sich Friedhelm und Simone Brill mit Melodien von Operette über Musicals bis hin zu Chansons und Blues. Begleitet werden sie von dem Kölner Matthias Niemann.
Friedhelm Brill kann auf eine sehr abwechslungsreiche und vielfältige Sängerkarriere zurückblicken. Seine Ausbildung zum Opernsänger erhielt er an der Folkwang Hochschule in Essen. In seinem Fach als Bass-Buffo gehört er seit 1970 zum Ensemble der Hamburger Staatsoper.
Simone Brill sang vom 8. - 14. Lebensjahr im Chor der Hamburger Alsterspatzen. Als Solistin begleitete sie den bekannten Hamburger Pianisten Gottfried Böttcher und zuletzt bewies sie ihr Talent in der Operette "Der Vogelhändler".
Für den Gaumengenuss wird Ihnen ein 4-Gänge-Menü serviert.
Am 14. Oktober ab 19.00 Uhr im Restaurant Gasthof Hagedorn - Tischreservierung unter Tel. 02381-64856 erforderlich.
IAIN MacKINTOSH
Abschiedskonzert
Zum letzten Mal haben wir in Hamm die Gelegenheit einem Sänger zuzuhören, dem, wenn es ihn gäbe , schon seit langem der "Autobahn Orden" zustünde. Neun Monate im Jahr reist MacKintosh nämlich solo um die Welt, von Hongkong bis Dänemark, von den Falklandinseln über Nordseeöl-Plattformen nach Bielefeld - und das seit nunmehr fast drei Jahrzehnten, nebenbei hat er übrigens über ein Dutzend Platten gemacht.
"The quiet man of scottish folk" strahlt eine angenehme Ruhe und Gelassenheit aus. Bedächtig und behutsam geht er Themen aus allen Bereichen des zwischenmenschlichen Miteinanders an, einfühlsam begleitet von seinem 5-string Banjo oder der Concertina - ein ernsthafter Chansonnier, ein wahrhafter Moralist, ein Freund der Menschen. Neben seinen Lieder gibt Iain MacKintosh hin und wieder Anekdoten und Limericks zum Besten, die er in bescheidener Manier, mal mit trockenem Humor, mal mit schwermütigem oder augenzwinckernden Gestus vorträgt. Nachdenkliches wechselt sich ab mit biografischen Kleinoden und echten Brüllern.
Das ist es wohl, was ihn gleich sympathisch macht und das Publikum für ihn einnimmt. Das Abschiedskonzert:
Am Freitag, den 20. Oktober 2000 um 20.00 im Bürgersaal der VHS
Jazz-Forum: John Surmann / Jack DeJohnette
Mit John Surman und Jack DeJohnette betreten zwei weltberühmte Musikerpersönlichkeiten des Jazz die Hammer Bühne.
Der Engländer John Surmann, häufig als wichtigster Baritonsaxophonist im Neuen Jazz bezeichnet, versteht es wie kaum ein anderer im Baritonspiel lebhafte Klang-strudel zu erzeugen, die ebenso einen spitzen und rauhen wie milden und satten Ton ausstrahlen.
Kein Schlagzeuger dominierte den Jazz der achtziger Jahre so souverän und originell wie Jack DeJohnette. Er ist der diffizielste Drummer der zeitgenössischen Szene, dessen Gruppe "Special Edition" dem Jazz neue Richtungen weist. Er selbst nennt seine Musik multedirectional, offen für viele Richtungen.
Der Auftritt dieses Duos lässt einen spektakulären Jazzabend erwarten
Am Mittwoch, den 25. Oktober 2000 um 20.00 Uhr im Forum des Gustav-Lübcke-Museums
Jazzclub Hamm präsentiert:
"DOG PARTY BLUESBAND"
Stilistisch haben sie sich dem modernen Blues verschrieben, doch sind Einflüsse verwandter Musikrichtungen nicht zu überhören. Gekonnt bewegen sich die vier Musiker der DOGPARTY BLUESBAND aus Köln im Spannungsfeld zwischen Blues, Jazz und Cajun.
Treibende Kraft bei DOG PARTY ist Philipp Roemers Gitarre, die die Herzen seiner Mitmusiker Thomas Grube (voc), Till Brandt (b) und Marko Menrath (dr) und nicht zuletzt des Hammer Publikums höher schlagen lässt.
Freuen Sie sich auf handfeste Bluesknaller und gelungene Eigenkompositionen!
Am Freitag, den 27. Oktober um 20.00 Uhr im Hagedorn`s Haus an der Geinegge
"So ein Zircus!"
Unter dem Motto "So ein Zircus!" startet am 30. Oktober in der Bezirksbücherei Bockum-Hövel eine Veranstaltungsreihe für Kinder ab 5 Jahren. Neben einem ganzen Tisch voller neuer Zirkus-Bücher gibt es gleich drei Aktionen für Kids.
Los geht es am Dienstag, den 31. Oktober ab 15 Uhr, mit einem Bilderbuchnachmittag. "Die Sara, die zum Zircus will" ist der Titel des Bilderbuches, aus dem dann vorgelesen wird. Anschließend können die kleinen Zirkusfans basteln.
Kreativität ist auch am 7. November gefragt, wenn die Kinder gemeinsam mit der Hobby-Künstlerin Erika Köchling einen Clown malen. Die Veranstaltung beginnt um 15.00 Uhr. Interessierte Kids sollten sich vorher in der Bezirksbücherei anmelden und zur Veranstaltung Pinsel und Farbkasten mitbringen.
Zum Abschluss findet am 14. November ab 15.00 Uhr eine Schmink- und Mitmachaktion statt. Wer Lust hat, kann sich ein Clowns- oder ein Tigergesicht malen lassen oder kleine Zirkuskunststücke einstudieren.
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenlos.
Kulturwerkstatt im Oktober
Silberne Tautropfen spiegeln das Mondlicht wieder, Nebelschleier kriechen über den feuchten Waldboden. Plötzlich wird die Stille von einem Donnerschlag zerrissen, Blitze lassen die bizarre Silhouette knorriger Äste erscheinen:
The Witching Hour,
am Freitag, den 21 Oktober ab 20.00 Uhr. Den adaquaten Soundtrack zu dieser Szene liefern vier hochkarätige Bands :
Spark 'n Bow eröffnen den Abend mit ihrem spannungsgeladenen WavePopFolk (21.00), anschließend versetzen Violet das Publikum mit mittelalterlich inspirierten Songs in vergangene Zeiten (22.00). The Escape ziehen die Aufmerksamkeit mit ihrem atmosphärisch - gefühlvollen Darkwave auf sich (23.00) und The House of Usher krönen den Abend mit Ihrem unverkennbaren, treibenden Gothic-Rock (24.00). Außerdem wird die unabhängige Künstlerinitiative Alternative Art mit einem Stand vertreten sein und der Künstler Michael Mikus wird einige seiner Werke ausstellen.
Karten gibts im Vorverkauf für 12,- DM und an der Abendkasse für 15,- DM
Live from Opelousas, Louisiana / USA:
The Creole Zydeco Farmers
Am Ende des Monats gibt es wieder einmal mehr ein musikalisches "Sahnestückchen" in der Kulturwerkstatt, denn am Freitag, den 27. Oktober wird es schwül-warm im Hoppe Garden: The Creole Zydeco Farmers, heißeste Zydeco-Band Louisianas ist wieder auf Tour. Fröhliche Party-Musik aus den Sümpfen Louisianas mit Akkordeon und Waschbrett.
Man ist gebannt von dieser exotischen Mischung aus französischer Volksmusik, Blues, karibischen Rhythmen, Two Steps und Walzer. Clifton Chenier war der erste, der diese Musik in Europa bekannt machte. Rockin´ Sidney hatte mit "Don´t Mess Whith My Toot Toot" den ersten internationalen Zydeco Hit und inzwischen ist Zydeco ein fester Bestandteil der World Music Scene geworden. Paul Simon, Bob Dylan, Willy DeVille, Talking Heads u.a. haben Zydeco-Hits aufgenommen.
Die Creole Zydeco Farmers kommen auf ihre mittlerweile schon 22. Europa-Tournee. Sie spielen die sowohl vom Blues beeinflußten Songs eines Clifton Chenier, als auch die traditionellen Songs eines Boozoo Chavis. Die Sprache wechselt zwischen Englisch (mit französischem Akzent) und Creole-Französisch, was aber keinen Unterschied macht, da man beides nicht versteht.
Bandleader und Drummer der "Farmers" ist der legendäre Clarence "Jockey" Etienne, der in den fünfziger Jahren bei Fats Domino trommelte und auf hunderten von Aufnahmen mit Musikern aus Louisiana zu hören ist: Guitar Slim, Lazy Lester, Slim Harpo, Katie Webster, Warren Storm etc. Bis zu Beginn der sechziger Jahre war er zudem einer der gefragtesten Jockeys auf den Pferderennbahnen der USA.
Und als große Überraschung bringt "Jockey" diesmal seinen Nachbarn mit, Lil Bob, einer der legendären Sänger und Bandleader des "Swamp-Pop".
Swamp-Pop, das ist eine Mischung aus Rock´n Roll, New Orleans Rhythm´n Blues, Country, Blues und Cajun, die in den fünfziger Jahren in Süd-Louisiana entstanden ist. Musiker wie Johnny Allan, Bobby Charles, Clint West, Warren Storm und eben Lil Bob mit seiner Band The Lollipos hatten Riesenhits, sowohl in den USA, wie auch international. So wurde der Song "I Got Loaded", der Million-Seller von Lil Bob, beispielsweise von Los Lobos und Robert Cray gecovered.
Das Konzert beginnt gegen 21.30 Uhr, Karten gibt´s im Vorverkauf (18,-) beim Westfälischen Anzeiger, Verkehrsverein, Ticket Corner, Troubadour sowie Kulturwerkstatt u. Hoppe Garden. An der Abendkasse 22,- DM.