Zur Country-Night mit "Silverwood" (Willi 67) schreibt Hubert Trautmann, Hamm:
Also ein Keyboard klassisch für die Country Musik zu nennen ist wohl gelinde gesagt übertrieben und falsch. Ja ich weiß, jetzt sagt man natürlich, die Country Musik muss entstaubt werden usw. usw., aber denjenigen empfehle ich den Song " Murder on Music Row" einmal anzuhören.
Zu dem Artikel: AIDS-Benefiz -Konzert im JZ Süd (Willi 68)
schreibt uns Helena Spließ aus Hamm:
Sehr geehrte Damen und Herren,
es ist ja nur gut , dass man bekanntlich über Geschmack auch Musikgeschmack verschiedener Meinung sein darf und dieses auch kundtut. Nur der Satz "brachten mich zum Heulen" ist mir dann als Kritik doch etwas zu dürflig. Es freut mich ja, dass die Redaktion bemerkte, der Kritiker wäre für solche Veranstaltungen zu alt. Vielleicht besucht ihr Mitarbeiter dann seinem Alter und seinem Geschmack nach angemessenere Veranstaltungen in Hamm lch finde es nicht zum Heulen wenn:
1.) Junge Menschen in ihrer Freizeit sich für andere einsetzen, diesmal für HIV-erkrankte Menschen. Es wird ja in unserer Gesellschafl die fehlende Zivilcourage bemängelt, das fehlende Engagement für Randgruppen.
2.) Junge Menschen den Mut haben sich auf die Bühne zu stellen, vor ein gnadenloses Publikum um handgemachte Livemusik zu präsentieren.
3.) Junge Menschen in ihrer Freizeit regelmäßig proben (trotz Ausbildung, Job oder Studium), die Miete fiir die Proberäume, Fahrtkosten miteinander teilen, das wenige Geld, was eingespielt wird für den Kauf von Instrumenten oder zu Produktion von CD's verwenden.
4.) Junge Menschen Freude an Musik haben (Richtung egal) und nicht herumlungem. Kritik ist immer gut - eine konstruktive Kritik.
Deshalb noch mal an alle drei Bands - JUNGS macht weiter, laßt euch den Spaß an Musik nicht vermiesen. Kein Meister ist vom Himmel gefallen.
Mit freundlichem Gruß
Helena Spließ
Zur Lyrik in Willi schreibt uns Frau Ilse H. Großecappenberg
Lieber Willi,
seit Jahren bin ich Leserin Deines Magazines, jeden Monat warte ich sehnsüchtig auf den letzten Freitag, an dem es erscheint. Und ich finde auch, daß Willi eine sehr abwechsungsreiche Zeitschrift ist, für jeden steht etwas darin. Nur eines gefällt mir nicht, die Seite mit der Lyrik. Natürlich kann ich verstehen, daß sich vom Leben gebeutelte Frauen ihren Frust von der Seele schreiben müssen. Ich bin selbst so eine arme Person. Aber Willi ist doch eine heitere, fröhliche Zeitung, die von derartigen Ergüssen verschont bleiben sollte. Die Leser und Leserinnen möchten sich bei der Lektüre entspannen und schmunzeln und außerdem muss sich ein Gedicht reimen. Mit diesem bedeutungsschwangeren Gesülze kann ich nichts anfangen. Aber ich will auch etwas zu diesem Thema beitragen, denn ich kann nicht nur meckern, sondern auch dichten:
Am Ende einer langen Nacht,
lag ich im Liebeslager,
der Gatte hatte es vollbracht,
ich dachte an den Schwager.
Hoch auf dem gelben Wagen,
da sitzt er eigentlich,
ich würde ihn gern fragen:
"Denkst du denn auch an mich?"
Ich würde mich sehr freuen, wenn Du, lieber Willi, in Zukunft meine Werke veröffentlichen würdest.
Schöne Grüße,
Ilse Hochhollinderbäumer-Großecappenberg, Hamm-Rhynern