Leserbriefe
Liebe Herausgeber des Willi!
Da ich beruflich als Wanderschlosser unterwegs bin kann ich den Willi zeitweise nur online lesen (macht aber nichts).
Im Moment befinde ich mich in einem der reichsten Länder der Welt, welches im gleichen Moment so sehr arm ist. Ja, reich an Sand, reich an Fliegen, reich an amerikanischen Autos, reich an Erdöl und an verschleierten Frauen. (Und wenn ich meine verschleiert dann meine ich wirklich verschleiert, da war die Verpackung des Reichstages in Berlin ein Fliegenschi.... dagegen. Wenn man nicht wüsste, dass Frauen Brüste haben, wüsste man nicht wo vorne und hinten ist.
Aber nun zur Armut, diese Land ist arm, arm an frischgezapften Pils. Ich meine schön gelbes, leicht perlendes, mit einer weißen Krone bedecktes, frischgezapftes, alkoholhaltiges Bier, welches zum Verweilen einlädt. Ich hätte es wissen sollen, als sich die Lage im Flugzeug zuspitzte und die Zöllner die gesamten Biervorräte der Fluggesellschaft bei der ersten Zwischenlandung verplombten. Na ja, dieses Land mit dem Namen Saudi- Arabien ist die nächsten 1 ½ Monate mein Aufenthaltsort.
Nun zu meiner Bitte: Könntet ihr wohl im nächsten Willi (Anfang Dez) zwei Kleinanzeigen drucken. Das wäre echt prima, Kleinanzeigenvordrucke sind in der Wüste rar. Besten dank
Bratzky
Lieber Bratzky, Deine Kleinanzeigen haben wir plaziert und Dich bedauert.
Hier noch schnell unser Tip für dein Weihnachtsfest:
Kauf Dir einen Plastikweihnachtsbaum (gibt‘s bei Woolworth) und irgend ein Dosenbier und setze dich damit verschleiert mitten in die dortige Fußgängerzone. Du wirst sehen, wie schnell Du ein paar Freunde gefunden hast! Bis bald, Dein Willi
Zum Artikel "Die Sackpfeife" in Willi 69 schreibt uns Rainer Janssen aus Hamm:
Lieber Willi
es hat mich sehr gefreut im Willi auch mal einen Artikel über mein "Leib- und Magen" - Instrument zu finden, dem ich trotz fast 25-jährigen Wissen-Sammelns auf diesem Gebiet noch einige neue Weisheiten entnehmen konnte. Zwei Nachträge kann ich mir dazu jedoch nicht verkneifen:
1. beiliegend eine Abbildung einer "Sackkarre" nebst der dazugehörenden Geschichte (wird demnächst veröffentlicht, d. Red) und
2. entspricht es keineswegs der Wahrheit, dass dieses Instrument kaum noch gefragt wäre, denn in vielen Ländern Europas und auch in Nordafrika wird die Tradition der Dudelsack-Musik heute noch gepflegt. Allen voran die slawischen und keltischen Völker spielen ihre Dudelsäcke mit großer Leidenschaft und die Jugend macht mit. Nicht jede Region Europas hat so ihre Musik-Tradition verloren wie unsere. Und so kommerzialisiert wie es mit dem schottischen und irischen passiert. Neben dem allbekannten schottischen Dudelsack gibt es in Europa ca. 500 Arten von Sackpfeifen, die noch bekannt sind und auch gespielt werden. Es werden auch alte, ausgestorbene Instrumente rekonstruiert, auch im deutschsprachigen Raum. Ebenso entwickelt sich die Musik auch weiter, speziell in der Bretagne und in Spanien (Hevia). Nur kriegt der musikalische "Normalverbraucher" von alledem nichts mit. In diesem Sinne. Bordunige Grüße. Rainer Janssen
Lieber Rainer, Du bist einer der wenigen, der einem unserer Artikel neue Weisheiten entnehmen konnte! Dies aber wiederum zeigt uns auch, dass das Wahnsins - Honorar für den Schreiberling Prof. Eitel Fitz - Berkenhäuser aus Frankfurt nicht zum Fenster hinausgeworfen wurde. Auch Dir ein frohes Fest!
D. Red.