Vorschau

Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt)

Komödie von Adam Long, Daniel Singer, Jess Winfried

Eine Zeitlang erfand Shakespeare sich beinahe jeden Tag neu. Als Schauspieler musste er das. Die elisabethanische Aufführungspraxis verlangte häufig, dass er an sechs aufeinanderfolgenden Abenden in sechs verschiedenen Stücken spielte. Oft probte er morgens ein Stück und führte am Nachmittag ein anderes auf. Wahrscheinlich gab es kaum ein Tag, an dem er nur einen Charakter darstellte. Elisabethanische Schauspieler spielten doppelte, dreifache, vierfache Rollen. Ihre Vielseitigkeit trug dazu bei, die Kosten gering zu halten.

In diesem Theaterstück übertreffen die drei Schauspieler Michael Lerchenberg, Michael Quast und Klaus Rodewald ihre Vorbilder um ein Vielfaches. Sie spielen 37 Werke Shakespeares - leicht gekürzt.

Am Samstag, den 13. Januar 2001 um 20.00 Uhr im Saalbau Bockum-Hövel

The Howling Hedgehogs

in der Titanic

Die Howling Hedgehogs sind aus der Region schon fast nicht mehr wegzudenken (auch Seite 21 in dieser Ausgabe lesen!). Mit ihrer Mischung aus Rock a Billy und Punk touren sie seit Jahren von einem Festival zum nächsten. Mit Barney Wewer, Thomas Iselt und Michael Lipinsky sind bei den Hedgehogs auch bekannte Namen aus dem Kreis Warendorf aktiv.

Am Samstag, den 13. Januar um 21.00 Uhr in der Titanic in Sendenhorst

Übrigens ist am 27.01. wieder "Open Stage" in der Titanic angesagt. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Talente diese Region so hervorzaubert. Die "Open Stage" ist eine tolle Möglichkeit für junge oder unerfahrene Bands und Projekte, mal auf einer guten Bühne zu stehen, mit guter Technik im Rücken.

Interesse? Meldet Euch bei Uli, Tel.: 02526/3619

HOT SHOT BLUES BAND

Waschechter Blues aus Bayern

Mit nur drei Musikern im Gepäck, bietet die Hot Shot Blues Band eine stilistische Vielfalt, wie sie von kaum einer anderen bayerischen Band präsentiert wird. So schreibt die Mittelbayerische Zeitung: Es gibt ein paar Regeln an die sich jede Bluesband hält. Nicht aber Peter Hubauer, der Mann mit der rauhen Stimme, und seine Hot Shot Blues Band. Ihre Musik ist kein langer, ruhiger Fluss von Cover-Versionen, sondern sie gleicht eher dem leichten Flug eines farbenprächtigen Schmetterlings. Basierend auf minimalistisch authentischem Chicago-Blues zaubert das Trio - Peter Hubauer (voc, e-gitarre, national steel Guitar), Markus Meinecke (drums, congas, percussion), Gerhard Eisen (e-bass, acoustic Bass) - unter Zuhilfenahme von akustischen und elektrischen Instrumenten, Spielwitz und Innovationen-stilübergreifende Stücke, die vor allem durch wohltuende Leichtigkeit glänzen. Eine Prise Funk bei diesem, ein Hauch von Rhythm ‘n Blues bei jenem, ein bisschen Jazz beim nächsten Song verleiht ihrem Auftritt die sehr persönliche Note. Auch ohne Regeln: Drei Musiker reichen vollkommen für ein beherztes Konzert.

Am Freitag, den 19. Januar um 21.00 Uhr im Scotty’s in Enningerloh

Die Reise zum Junimond

eine Hommage an Rio Reiser

Die beiden Musiker Uli Mentz und Karsten Riedel singen und spielen Rio’s Songs mit einer Intensität als wollten sie dem einstigen "König von Deutschland" noch einmal zurufen "Land in Sicht". Dass das frühe Werk von Ton-Steine-Scherben mehr beinhaltet als die allen bekannten Polit-Gassenhauer, zeigen nicht nur die aktuellen Neuveröffentlichungen unbekannter Stücke aus dem Buschfink-Label. Auch die aktuellen Pophelden der Jugendkultur wie z.B. der Freundeskreis mit "Halt dich an deiner Liebe fest" entdecken die Perlen, die Rio Reiser hinterlassen hat, für sich.

Uli Mentz und Karsten Riedel, beides bekannte Szenemusiker aus dem Ruhrgebiet schöpfen reichlich aus Rios Schatztruhe, ohne sich jedoch des Materials zu bemächtigen. Das Ganze braust "übers Meer" wie es Rio gesungen hätte, rauh, rebellisch, romantisch. Lyrik für Träumer, Streuner, Seefahrer und alle, die noch die einstigen Ideale der 68er Generation nicht ganz über Bord geworfen haben.

Am Samstag, den 20. Januar um 21.00 Uhr im Scotty’s in Enningerloh

Uli Masuth Tauchen

"Tauchen, abtauchen, eintauchen, untertauchen und doch wieder auftauchen". Unter diesem Motto steht das erheiternde aber auch kritische Programm des Kabarettisten Uli Masuth. Er serviert seine Pointen nicht mit dem Vorschlaghammer - Masuth erzählt kleine Geschichten aus dem Leben. Aber die haben es in sich. Immer wieder belebt er seine Geschichten mit Eigenkompositionen und trifft musikalisch den Nerv. Er provoziert mit leisen Klaviermusikgeschichten, plaudert über Kulturämter und Warteschleifenmusiken. Masuth zappelt nicht an der tagespolitischen Oberfläche, sondern spielt Figuren, die erschrecken und berühren.

Am Mittwoch, den 24. 01. 2001 um 20.00 Uhr im Bürgersaal der VHS

Joja Wendt

der Multi-Mann am Klavier

Er spielt wie der Teufel - blitzschnell, virtuos, voller Temperament. Joja Wendt ist ein Pianist mit klassischer Ausbildung, reicher Konzerterfahrung und künstlerischem Temperament. Doch vor allem ist Joja Wendt ein Jazzer von ungeheurer Musikalität und ein Entertainer mit Esprit. Der Hamburger schafft es mühelos, seine wachsende Fangemeinde bei Konzerten, aber auch bei seinen immer zahlreicher werdenden TV-Auftritten, bei seinem Parforce-Ritt durch die Stile über Boogie, Klassik, Swing und Blues mitzureißen. Joja Wendt, der jungenhafte Charmeur am Steinway wird auch in Hamm das Publikum im Sturm erobern.

Die Mischung ist traditionell unwiderstehlich: Jazz und Charme bricht Hörerherzen unweigerlich seit Frank Sinatras "My Way". Dass Joja Wendt in diese Tradition einzureihen ist, bescheinigte ihm eben die Stiftung "Swinging Hamburg", die íhn mit dem "Louis - Armstrong - Gedächtnis-Preis" auszeichnete: Joja Wendt hat sich innerhalb weniger Jahre zu einem der bedeutendsten Jazz-Künstler Deutschlands entwickelt.

Der smarte 36Jährige mit dem gefühlvollen Anschlag hat in seiner kurzen Karriere schon einige Meilensteine genommen: Erfolgreich absolvierte er die Manhattan School of Music in New York, Auftritte mit Legenden wie Chuck Berry, Jerry Lee Lewis oder Fats Domino öffneten ihm die Türen weltbekannter Konzert-Tempel, Solo-Auftritte beim Montreux-Jazz-Festival und dem Jazz-Festival Paris sorgten für einen Ruf in Jazzer-Kreisen, die gemeinsamen Konzerte mit Joe Cocker bei dessen Deutschland-Tourneen begeisterte die Rock-Fans. Und weil Joja Wendt das gewisse Etwas nicht nur musikalisch hat, präsentiert ihn auch immer wieder das Fernsehen gern: "heute Journal", wie "Showpalast" porträtierten das Multi-Talent, der Norddeutsche Rundfunk sendete Anfang Dezember ein Spezial über ihn.

Am Samstag, den 27.01. 2001 um 20.00 Uhr in den Zentralhallen

Die Kulturwerkstatt im Januar

Nachdem wir den Jahreswechsel hoffentlich in besinnlicher Stimmung hinter uns gebracht haben, wird die Kulturwerkstatt das Programm des Jahres 2001 gleich mit einem Donnerschlag beginnen.

Am Freitag, den 12. Januar werden zwei Punk-Bands den Hoppe Garden erzittern lassen:

Doppelkonzert mit

"Fuck Off Commerce"und "Muff Potter"

F.O.C. wurde 1995 von dem Bassisten Paul Schnieders und dem Gitarristen Ralf "Elvis Dog" Grimm in Hamm gegründet. Elvis Dog Grimm, bekanntes Hammer Gesamtkunstwerk, war 1978 einer der Begründer der ersten niederrheinischen Punk-Band "Ruhestörung" und später Sänger in Hamms damals einzigen Hard-Core-Band "Necktie Party". F.O.C ist als gnadenlos energiegeladene Liveband bekannt uns stolz darauf, ohne Erfolg zu sein.

MUFF POTTER, vierköpfige Band aus Rheine, bezeichnet sich als aggressiv ohne Gebölke, poppig ohne Mainstream, emotional ohne Gewinsel, melodisch ohne Tralala und deutsch ohne Deutsch-punk. Tourneen durch Deutschland, Schweiz, Österreich, Luxemburg und Holland haben sie zu einer professionellen und erfahrenen Liveband werden lassen, die ihr Publikum stets perfekt unterhalten.

Freitag, 19. Januar, 19.00 Uhr,

"on stage"
Eine Fotoausstellung im Hoppe Garden - Bühnenfotos von Rainer Brackelmann.

Seit Jahren schon fotografiert der Musiker und Fotograf Rainer Brackelmann im Auftrag der Kulturwerkstatt die Livebands im Hoppe Garden. Da kann man sich vorstellen, dass im Laufe der Zeit viele interessante Schnappschüsse entstanden sind, die die hochkarätigen Bands und Musiker in Action auf der Hoppe-Garden - Bühne zeigen. Eine Auswahl der besten Farbfotos, die die Liveatmosphäre auf einer Konzertbühne stimmungsvoll in Szene setzen, wird ab dem 19. Januar im Hoppe Garden ausgestellt. Die großformatigen Bühnenfotos sind zudem käuflich zu erwerben. Zur Ausstellungseröffnung am Freitag, den 19. Januar um 19.00 Uhr lädt die Kulturwerkstatt herzlichst ein. Der Eintritt ist natürlich frei.

Troubadour und VHS präsentieren:

Donna Dean

Nach ihrem großen Erfolg im Sommer 1998, 1999 und 2000 mit ihren CDs "Destination Life", "Between You And Me" und "A Little Faith" ist die Sängerin und Komponistin Donna Dean aus Neuseeland wieder in Deutschland auf Tournee. In einer Mischung aus Country, Folk und Rockmusik begeistert sie ihr Publikum sowohl mit ihren eigenen Songs als auch mit Cover-Songs von Tracy Chapman, Carole King, Sheryl Crow, Elvis oder John Denver. Donna Dean erinnert an manche Gesangsgrößen der 60er und frühen 70er Jahre. Ihre Lieder sind ohne Aufwand und Kosmetik, aber mit starker Aussage und handeln von Einsamkeit, Getrenntsein oder Heimweh. Sie brauchen nur die Stimme und die Gitarre, um die dazugehörigen Emotionen zu übermitteln.

Ihre außergewöhnliche, dunkle Stimme und sympathische Ausstrahlung macht einen Konzertbesuch zum besonderen Erlebnis.

Am Donnerstag, den 1. Februar 2001 um 20.00 Uhr in der Aula der Friedensschule

KlassikSommer2001

jünger, offener, profilierter

Hamms großes Klassik-Festival bekommt neuen Schwung. Frank Beermann, Dirigent in Hamburg und Marseille und Wolfgang Newerla, in Hamm geboren und aufgewachsen, nun Bariton in Freiburg, Leipzig und Berlin wollen dem Klassik-Ereignis der Region neue Impulse geben, die die Veranstaltung noch attraktiver machen. Klassik muss Spaß machen, so lautet das Motto der beiden befreundeten künstlerischen Leiter Beermann und Newerla und unter diesen Aspekt stehen im Programm Opernarien neben frechen Chansons, Jazz neben Mozart, Kompositionen der Altmeister neben zeitgenössischer Musik, jiddische Lieder und Minnegesang.

14 Konzerte werden in diesem Sommer 2001 stattfinden, so viel KlassikSommer gab es bisher noch nie. Auch gab es noch nie so viele - nämlich acht - außergewöhnliche Veranstaltungsorte. Neben den bereits bekannten Wassertürmen ist neu dabei, die eindrucksvolle Jugendstil-Lichthalle der Zeche Heinrich-Robert in Pelkum, die St. Victor-Kirche in Herringen. das moderne offene Atrium der Sophie - Scholl - Gesamtschule, die Elektrozentrale des Maxiparks, der Innenhof der Bahn AG-Verwaltung, der Lichthof des Allee-Centers, sowie der neugotische Innenhof von Schloss Heessen. Wir dürfen uns also auf einen außergewöhnlichen KlassikSommer 2001 freuen. Willi wird weiter berichten, ansonsten gibt’s es auch noch Infos unter www.KlassikSommer.de.