Wut auf Englischlehrer...
PARANOYA. Was hat mich diese Punk-Band schon an Verstand gekostet? Aber jetzt treten sie mit ihrem Silberling NO ONE in neue Dimensionen ein.
Dachte ich früher immer nur: die Jungs produzieren eine Suppe aus Gitarre und Geschrei, bin ich mit der vor mir liegenden Veröffentlichung eines Besseren belehrt worden. Musikalisch - punktechnisch gesehen - wurde hier erstklassige Arbeit geleistet. Also was ich damit sagen will: Wenn ich ein Punk wär, würde ich die CD toll finden.
Leider bin ich aber keiner, und deshalb ist es mein gutes Recht, ach was schreib ich, meine Aufgabe dieses Paradebeispiel für falsch vermittelte englische Aussprache anzuprangern.
Zum Teufel mit den Englisch-Lehrern der beiden sich abwechselnden Schreihälse Hendrik (git./voc.) und Zwiebel (git./voc.). Wenn ich solche Texte lesen und hören muss, weiß ich, warum deutsche Punks erfolgreicher sind, wenn sie deutsch singen.
Aber wissentlich dieser Gegebenheiten, sind auf dem Pressling ja auch sieben (7!) deutschsprachige Songs ver-treten. Wenn da nur nicht dieses Gegröhle wäre. Warum kann man denn nicht vermitteln, dass es nicht immer von Vorteil ist zu schreien, wenn man etwas zu sagen hat?
Warum lässt man nicht auch mal Thorsten Grams (dr.) singen? Nur einen Song und diesen dann als Single auskoppeln, für den Erfolg und den Ruhm und so.
Alles in allem aber findet der geneigte Haareverfärber und um-jeden-Preis-anders-sein-Wollender ein hervorragendes Beispiel für einen jugendlichen Aufschrei gegen das System dieser Zivilisation vor. Seltsamerweise findet sich dieses musikalische Kleinod nur bei Musik-Hans für 15 Märker. Etwas happig wie ich finde, aber ne halbe Stunde schnorren in der Fußgängerzone, was ist das schon. Und damit man nicht denkt, ich hätte Lars am Bass vergessen, hiermit sei er erwähnt. Falls irgend jemand Interesse hat, sich die geballte Ladung Hass zu buchen: Hendrik Spließ, Schemkesweg 3-5, 47057 Duisburg, paranoya@gmx.de
Lieber rot als tot! A.P.a.M.