Rückblick

Das Jahrhundert des Design

Interessante Ausstellung geht noch bis zum 24. Juni

"Ein Meer von Dingen" erwartet die Besucher des Gustav-Lübcke-Museums seit dem 1. April in der Ausstellung "Das Jahrhundert des Design" - Form-Funktion-Fun".

Was verbindet Design mit Lifestyle? Oder welche Dinge braucht der Mensch? Diese sind nur zwei von vielen Fragen, welche die Ausstellung stellt und zugleich mit einem Rückblick auf das 20. Jahrhundert verbindet. Gezeigt werden Dinge aus den Bereichen Haushalt, Arbeitswelt, öffentliches Leben etc., eben jene Gegenstände, welche durch ihre Gestaltung das Ergebnis von Ideen, Analysen und Überzeugungen von Designern sind.

Der Besucher wird oft ein Déjà-vu-Erlebnis verspüren, wenn er/sie Dinge sieht, die in der Vergangenheit allgegenwärtig waren und auch in der Gegenwart noch vorhanden sind: Vom Radio über das Telefon, den Toaster, Staubsauger, Lampen, Fernseher, Fahrräder, Stühle, Koffer oder speziell die "Top-designten" Geräte der Firma Braun und Bang & Olufson usw.

In der oberen Etage kommen die "Top Ten" der berühmtesten Designer des Jahrhunderts zu Wort, während im Erdgeschoss sieben deutsche Design-Hochschulen einen wagemutigen Blick in die Zukunft werfen. Der Besucher hat dort außerdem noch die Möglichkeit, am PC auf eigenen Erkundungssuche zu gehen, indem er die verschiedenen Themeninsel anklickt.

Zusätzlich zur Ausstellung stellt der in Frankfurt und London lebende Künstler Karsten Bott seine "Konsumenten - Wunderkammer" aus. Und ich muss sagen: die alleine ist schon das Eintrittsgeld wert!

In angrenzenden Räumlich-keiten zeigt das Museum zum Thema "Stuhl und Stil" eine große Auswahl an Sitzmöbeln. Vom prunken Barock bis zum modernen High-Tec-Stuhl ist hier allerhand vertreten. Design ist überall in unserer Gesellschaft sichtbar und die Ausstellung ver-deutlicht dies mit all ihren Exponaten sehr intensiv. Natürlich gibt es auch ein vielseitiges Begleitprogramm mit etlichen Museumspädagogischen Ange-boten, Filmen, Vorträgen, Designer-porträts etc. (s.a. Willi-Rubrik "Was los ist)".

Die Ausstellung kann noch bis zum 24. Juni 2001 besucht werden und dass sie wirklich sehenswert ist, haben mir die vielen "Ahhs" und "Ohhs" oder "Ach, kuck mal" bestätigt. Übrigens, Höhepunkt und Abschluss der Ausstellung wird die erste Hammer Museumsnacht unter dem Motto "Designer-Dreams" sein.

Bertl

Stadt platzte aus allen Nähten!

Frühlingsfest mit Kunst- und Blumenmarkt und verkaufsoffener Sonntag waren ein voller Erfolg

Nicht nur das Wetter spielte ausnahmsweise einmal mit, sondern auch die Besucher kamen. In Scharen fielen sie bereits ab 13.00 Uhr in der Innenstadt ein. Herr Ernst und Herr Hohoff vom Stadtmarketing strahlten, und auch unser OB war sichtlich erfreut, denn solch einen Andrang hatte man seit Jahren nicht mehr erlebt.

Dass man ohne Plan und Programm, ohne Ideen und Investitionen grundsätzlich keine Leute anlocken kann, scheint man wohl auch bei der Stadt gemerkt zu haben. Mit viel Tatendrang und Energie und vor allen einem guten Konzept, ist den Mitarbeitern des Stadtmarketings auf jeden Fall gelungen, was vorher schier unmöglich schien.

Wir, von Willi beglückwünschen die Macher und möchten auf das alte Sprichwort verweisen: Neue Besen kehren gut!".

"Danse Macabre"

Man mag es glauben oder nicht, aber am 07.04. fand die zweite "schwarze Tanznacht" in Hamm statt. Und über 100 Gäste fanden den weg aus ihrer Gruft zum Kulturrevier Radbod. Von Steinfurt bis Unna kamen sie hierher gekrochen, geflogen, oder die Benzinkutsche hat sie getreulich bis nach Hamm gebracht (nur der obligatorische Leichenwagen fehlte)!

Im Vergleich zum ersten Mal, war die Musikauswahl wesentlich besser geraten, wenn es auch ruhig noch ein wenig schwärzer ging. Nun, bedenkt man wie es sich bisher schon entwickelt hat, besteht gute Hoffnung für eine düstere Zukunft in Hamm (mal ohne den Meilenhoschis über den Weg zu laufen) `ne gute Disco zu haben. Ganz davon ab, dass Radbod momentan eh eine perfekte Location für Veranstaltungen dieser Art bietet: Inmitten einer romantischen Baustelle gelegen, steht dort ein altes Zechengebäude, das mit seinem einzigartigen Gartenstuhlinterieur auf dem Betonboden, und mit den Ziegelwänden und Hallentoren sowieso schon leicht morbide wirkt. Grablichter flackerten hier und dort.... Halt eine echt gute Deko!! Wunder gibt es immer wieder (zum Glück wurde dieses Lied hier nicht gespielt), auch nicht in Hamm!

Und so findet der nächste "Danse Macabre" am 30.06. wieder am selben Orte statt!! Bis dahin VOX POPULI DEORUM A.M.D.

Hamm voller Musik:

NACHT DER CLUBS 2001

Über 2000 Beine unterwegs

Sie war wieder ein Erfolg, die vierte "Nacht der Clubs", denn über 1000 Musikfans haben sich die sechs Bands in den sechs beteiligten Kneipen angesehen. Und wieder ist das Musik-Highlight der Hammer Szene ohne unangenehme Zwischenfälle verlaufen. Keine Klopperei, kaum ein Nachbar fühlte ich in seiner vorösterlichen Ruhe gestört, wofür sich die Veranstalter hiermit bedanken möchten, und wenn nicht ein Pendelbus in der unendlichen Tundra des Kulturrevieres Radbod im Schlamm versunken wäre, könnte man sagen, alles ist glatt gegangen. Die "BAND FOR THE TRIBES" begeisterte in "Radbod" ab 20.00 Uhr die Menge mit Covers von den "Simple Minds", während zeitgleich über 100 Zuschauer in der Kneipe des "Maxiparks" den sanfteren Tönen des Duos TWO HIGH lauschten. Ab 21.00 Uhr ging es im Zelt des "Bierkontor" im Klosterdrubbel mit der Band HANDFUL SOUL vor über 250 Zuschauern so richtig zur Sache und im "O´Casey´s" schwangen DARRELL ARNOLD & THE DEAD BUFFALOES ihre Lassos zu rockiger Country Music. Ebenfalls gegen 21.00 Uhr startete das Programm im "Geronimo" mit NEVERSO, die Covers von den Stones, Jethro Tull bis hin zu den Beatles oder Clapton interpretierten. Die über 100 Zuschauer in der kleinen Kneipe waren aus dem Häuschen. Und dann gings ab in den "HoppeGarden". Dort betrat um 22.30 Uhr eine Rocklegende der siebziger Jahre die Bühne. EPITAPH bewies den über 550 Zuschauern, dass sie in den vielen Jahren der Trennung nichts verlernt haben, drei Stunden lang, ohne Pause!!!

Viele der Zuschauer nahmen den Service der beiden Pendelbusse in Anspruch, die sich in regelmäßigen Abständen vor der Redaktion der "LIPPE WELLE" treffen sollten, was auch funktioniert hätte, wäre der eine Bus nicht...! Radio Lippe Welle hatte die diesjährige "Nacht der Clubs" auch wieder präsentiert und verloste neben 10 Frei-Tickets auch drei "Gold-Carts", die es den Gewinnern ermöglichen, ein Jahr lang die Konzerte der beteiligten Clubs zu besuchen. Auch nicht möglich gewesen wäre diese Supernacht ohne die Sponsoren: Stadtwerke Hamm, Getränkehandel Diek- mann, Kultur- und Touristikbüro, den Vorverkaufsstellen, die auf die Gebühr verzichteten und, allen voran, der Fa. MK - Getränke Krietemeier! Die "Nacht der Clubs 2002" gibts am Ostersamstag, den 30. März 2002!