Aktuell

Offizielle Eröffnung des soziokulturellen Zentrums

KULTURREVIER RADBOD

Am Samstag, den 15. September ist es endlich so weit: Das Kulturrevier Radbod wird durch NRW‘s stellvertretenden Ministerpräsidenten und Minister für Wohnen, Städtebau, Kultur und Sport ab 12.00 Uhr feierlich eröffnet.

Stolz auf ihr Kulturrevier, sind die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter und Helfer, die einen Großteil ihrer Freizeit geopfert haben, um einen Traum erfüllen zu können. Ein Traum, der nun Wirklichkeit geworden ist.

Mitte 1990 beginnt man damit, Proberäume im Gebäude der nördlichen Fahrzeughalle der ehemaligen Zeche Radbod einzurichten. Ende des gleichen Jahres wird der Verein "Jugend und Kultur e.V. Hamm" gegründet. Eine Basis, um bis 1993 weitere Gebäudeteile anzumieten und notwendig instand zu setzen. Keine leichte Aufgabe, müssen doch alle Maßnahmen durch Spenden finanziert und dann selbst umgesetzt werden. Das heißt auch: Schippe anpacken und loslegen bis die Arme weh tun.

Dem "Kind" wird der Name KULTURREVIER RADBOD gegeben.

Ab 1994 folgt die Entwicklung einer formalen Konzeption und die Abstimmung mit städtischen Stellen, um durch einen Förderantrag Mittel aus der Stadterneuerung zu erhalten. Im März 1997 wird ein Wirtschaftsgutachten erstellt und das Ministerium stimmt dem Konzept zu. Daraufhin folgt der Förderantrag, der im Oktober 1998 bewilligt wird. Für den ersten Bauabschnitt fließen zunächst 680 TDM vom Land. Der 1. Spatenstich für die Umbaumaßnahmen kann erfolgen.

Bis heute werden insgesamt 2,6 Mio. Mark finanziert, davon trägt die Stadt 200 TDM. Den überwiegenden Teil aber verschlingt der Kauf von Gebäuden und Grundstück im Januar 2000.

Mit der Fertigstellung des Umbaus sind folgende Aktivitäten vorgesehen:

- Vollbelegung des Ateliers

- Ausstellung im Präsentationsbereich im Obergeschoss

- Kinder- und Jugendkunstwerkstätten im Atelierbereich

- Kunstbegegnungen

- Weiterbelegung der Musikproberäume

- Förderung der NachwuchsmusikerInnen

- Konzertveranstaltungen

- Musik - Schnupperwerkstätten (in Kooperation mit Schulen)

- Umsetzung des Projektes "Kampmann", einem Bereich mit Proberaum, Tonstudio und Übungsraum, wobei der Übungsraum mit Instrumentarium ausgestattet ist und unter Anleitung "Nicht musizierenden" Zugänge zu aktueller, auch computerisierter Musikproduktion anbietet.

Neben diesen Spartenangeboten ist Ziel weiterer Aktivitäten, die interne Kommunikation zwischen verschiedenen Kunstschaffenden zu ermöglichen und mit der Bevölkerung in aktiven Austausch zu treten. Hier werden diskussionsbegleitende Ausstellungen, Konzerte und in Zukunft auch die Beteiligung an Stadtteil- und stadtteilweiten Veranstaltungen eine wichtige Rolle spielen. Neben all diesen Aktivitäten entstehen inzwischen erste, weiterzupflegende Kontakte zu den sich im Gewerbegebiet Radbod ansiedelnden Unternehmen mit dem Ziel, Kulturarbeit innovativ wirkend in Arbeits- und Verkaufskonzepte einzubinden und sich die entwickelnde künstlerische Fachkompetenz als Standortfaktor zu nutzen.

Eckpunkte der sozio-kulturellen Jugend- und Erwachsenenarbeit im"Kulturrevier Radbod":
- Vermietung preiswerter Proberäume für NachwuchsmusikerInnen (vor allem Rockmusik)

- Vermietung preiswerter Atelierräume für NachwuchskünstlerInnen

- wie bisher regelmäßige, kostengünstige Musikveranstaltungen für Familien

- Kinder- und Jugendkunstförderung in Form von Kunstwochen, auch im Rahmen des Hammer Ferienspasses

- Ausstellungsmöglichkeiten für KünstlerInnen

- NachwuchsmusikerInnenaustausch im Hause, über Kooperation mit anderen sozio-kulturellen Einrichtungen und über Workshops (Hellweg, Rocksie etc.)

- Auftrittsmöglichkeiten für NachwuchsmusikerInnen im Rahmen eigener Konzertveranstaltungen

Der sich im Hause befindliche neue Gastronomie-Bereich wird ca. 70 Gästen Platz. bieten. Ein umfangreiches Angebot an div. Speisen und Getränken wird gerade erarbeitet, ebenso ist ein großer Biergarten in Vorbereitung.

Zu den einzelnen Programmpunkten am 15. September:. Um 12.00 Uhr, wie erwähnt, Eröffnung durch Dr. Michael Vesper.

Von 14 - 18.00 Uhr Familiennachmittag mit Kaffee und Kuchen sowie Kinderprogramm

Um 20.45 Uhr "Cuatro X"

Um 21.15 Uhr "Personal War"

Ab 22.15 Uhr "DELIRIOUS".

Auf den Auftritt von Delirious freut sich das Kulturrevier Radbod besonders, zumal diese Band als erste Band überhaupt Proberäume angemietet hat. Dieser Umstand war vor rund 10 Jahren mit ein wichtiger Grund die Initiative zu ergreifen, um aus dem Kulturrevier das zu machen, was es heute ist.

Die Erlöse der Release-Party, am 15.September, wird Delirious vollständig auf das Spendenkonto zugunsten der an Krebs erkrankten Musiker Chuck Billy (Testament) und Chuck Schuldiner (Death/Control Denied) überweisen! Am 17.09. wird übrigens das neue DELIRIOUS Album "Designed By Violence" veröffentlicht !

Im Eröffnungsmonat gibt es neben dem Musikalischen Frühschoppen mit Daniel Denecke am 2.9., der Adults-Party am 8.9. und der Rosalie Frauen-Party am 22.9. auch das absurde Theaterstück "Die Nashörner" von Eugene Ionèsco. Das Sommertheaterprojekt wird am 18.9. von der Spiel-u. Theaterwerkstatt Villigst um 20 Uhr aufgeführt.