Blues im "Bierkontor"
ACOUSTIC BLUESS DUO
Als Gast Ton Derkens (NL)
Zum zweiten Mal war in Frank Gräves "Bierkontor" im Klosterdrubbel an der Oststraße Blues angesagt, eine gute Idee, wie sich schon nach dem Gerry-Spooner-Konzert im Juli abzeichnete. Und auch diesmal waren etwa siebzig Gäste erschienen, um sich das "Acoustic Blues Duo" aus Süddeutschland anzusehen. Einen Überraschungsgast hatten sich Annie Sauerwein und Harald Goldhahn eingeladen und mit dem Saxophonisten Ton Derkens aus den Niderlanden eine gute Wahl getroffen, denn er bildete das Tüpfelchen auf dem ohnehin schon attraktiven "I" und wertete das Duo durch sein sensibles Spiel zum Trio auf. Leider war an diesem 9. August das Wetter gar nicht so sommerlich, wie es sich der Veranstalter erhofft hatte, denn eigentlich sollte das Konzert wieder im Biergarten stattfinden. Aber die dunklen Wolken am Hammer Himmel ließen nichts Gutes erahnen, so dass man kurzerhand in den Innenraum der gemütlichen Kneipe ausweichen musste, was sich als richtig erwies. (Die Nachbarn werden es dem Wirt danken, hoffentlich!)Um 21.10 Uhr betraten die drei Musiker den Platz, an dem im "Bierkontor" sonst der Stammtisch zu stehen pflegt und begannen mit einem interessanten Konzert, welches die Zuhörer auf eine Reise durch die Bluesgeschichte der Südstaaten führte. Annie Sauerwein am Schlagzeug, Waschbrett, Avocado, Seegurke, Dildo und Kazoo unterhielt das Publikum mit kurzweiligen Geschichten zu den verschiedensten Songs und sang mit einer beeindruckenden Stimme Titel von Billie Holliday, Big Maceo Merryweather, Lonny Johnson oder Reverend Robert Willis, während Harald Goldhahn auf seiner Acoustic-Guitar virtuos und unheimlich bluesig blueste. Ob auf der Sechssaitigen, auf der Zwölfsaitigen oder gar auf der Dobro, mit und ohne Slide-Röhrchen, er überzeugte durch hervorragendes Fingerpicking ebenso, wie auf seiner Harp oder durch seinen Gesang. Ein Meister seiner Zunft. Das "Bierkontor" war an diesem Abend wieder sehr gut besucht und lokale "Prommis" wie Michael Mahlberg, Ralf Hohoff (Stadtmarketing), Siggi Ridder (Hamms nettester Bäcker ,im "Bierkontor" kein Lokalverbot!!!), Thomas Schürmann (Gebr. Schürmann) oder Willi - Herausgeber "Sloopy" Bialas unterhielten sich prächtig bei dem schwülen Mississippi-Swamp-Blues des "Acoustic Blues Duo". Und irgend ein Arsch hat mir auf meinem Block, auf dem ich meine Notizen kritzele, geschrieben: Satisfaction haben sie auch gespielt, in der Version von Britney Spears. Da muss ich wohl an der Theke gestanden haben und mit wichtigen Dingen beschäftigt gewesen sein, schade!Das nächste Konzert im "Bierkontor" ist übrigens am Samstag, den 15. September: Die "After-Stuniken-Party" im Festzelt. THE DIRTY WHEELS spielen "Cocker and More".Gelungenes Fest in der City:Karibik-Beach-Party5000 feierten in die Nacht hineinUrsprünglich kam ich mit Badehose, Sonnenbrille und Sonnenmilch bekleidet auf den Santa-Monica-Platz und wollte mit einem großen Badetuch und einem Sonnenschirm mein Terrain auf der riesigen Sandfläche markieren. Eine Kühltasche mit Kartoffelsalat, Frikadellen und reichlich Getränken hatte ich ebenfalls mitgebracht, um einen erfrischenden Abend bei karibischer Musik zu verbringen. Aber man bedeutete mir, dass dies nicht erwünscht sei, da der Sandstrand ausschließlich den Beach-Volleyballern vorbehalten sei. Also warf ich mich in korrektere Kleidung und kehrte zum Ort des Geschehens zurück, was ich nicht bereut habe. Da haben die Verantwortlichen aber auch etwas Feines auf die Beine gestellt, und auch, wenn ich mir meine weißen Schuhe auf dem ollen Aschenplatz total ruiniert habe (die alten Gurken . . ? d. Red.), war dieser Abend wieder total nach meinem Geschmack. "Atlantico", "Enchilada", "Havana", "Bier-kontor" und viele andere waren auf dem Santa-Monica-Platz mit ihren Pavillons vertreten und boten herrliche, leckere Cocktails, mit und ohne Alkolhol, kühle Bierchen und Karibik-Flair in ihren dort aufgebauten Biergärten an und auf der Bühne unterhielt die brasilianische Band "Salsomania" die Gäste, nachdem unser aller Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann die Zuschauer begrüßt hatte. Etwas mehr Power auf der PA (Beschallungsanlage) wäre allerdings wünschenswert gewesen, denn dann hätte man die Begrüßungsworte auch verstehen können. Viel Stadt-Prominenz tummelte sich vor der Bühne, und hinterher auch im "Biergarten" vor dem "Atlantico"-Zelt: Natürlich unser "Hu-Pe" mit Gattin, Klaus Ernst und Ralf Hohof vom Stadtmarketing, Frank Gräve vom "Bierkontor", Ulrich Kroker, Manfred Hemmer, Dr. Georg Scholz, Udo Schulte (Bezirksvorsteher Pelkum), Uwe Sauerland (OB-Referent) und CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer. Der hatte Angela allerdings bereits nach Hause geschickt. Der Abend schritt fort, der Sänger auf der Bühne traf seine Töne nicht mehr, dafür die Tänzerinnen genau meinen Geschmack, was meine nette Begleiterin mit einem Stirnrunzeln und einer hochgezogenen Augenbraue ahndete. Nach einem weiteren kühlen Bierchen am "Bierkontor"-Stand begann dann unser "Cocktail-Bummel" auf der Meile. Man fühlte sich gleich an einen der beliebten Urlaubsorte versetzt. Palmen, bunte Lampions, maritime Accessoirs und reges Treiben gutgelaunter, sommerlich gekleideter Menschen ließ deutlich werden, dass sogar im Hamm Dinge möglich sind, die man in einer Stadt, in der "nix los" ist, nicht für möglich gehalten hatte. Wolfgang "Boris" Witteborg kam mir mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht entgegen und freute sich über das, was ihm und seinen Kollegen fuhr, und "Bierkontor"-Wirt Frank Gräve konnte seine Freude über den gelungenen Abend ebenfalls nicht verbergen. Nur das alberne Hütchen, welches mir von "Catering & Trends"-Wolfgang Rietschel überreicht, und von mir an Frank verschenkt wurde, wollte er nicht tragen und setzte es einer zufällig anwesenden Palme auf´s grüne Haupt. Wir genossen noch einige Cocktails im "Tijuana", "New Orleans" und landeten schließlich (wie so oft) in "Harvey´s Bar". Und da wurde es dann nochmal richtig schön - und früh!!! Also, lieber Herr "Hu-Pe", machen Sie es möglich, dass Ihr Stadtmarketing auch im nächsten Jahr wieder viel für uns und unsere Stadt tun kann! (Hh.)Tolles Konzert vor der PauluskircheACHIM REICHEL BAND"Respect" im Vorprogramm überzeugteDiesmal hat es mitgespielt, das Wetter. Und wie. Warm wie in einer Sauna war es am 26. August und alle, die beim ersten Versuch, Achim Reichel beim Hafenfest zu hören, bis auf die Haut nass geworden sind, wurden versöhnt. Zwar wurde man an diesem Sonntagabend auch wieder nass, aber nicht durch Regen, sondern durch schwitzen. Der Soundcheck der Achim Reichel Band verlief zunächst ziemlich zähe, der Soundmixer bekam seine Töne wohl nicht richtig in den Griff. Die Feedbacks nervten Zuschauer und Musiker gleichermaßen, aber dann klappte es doch noch. Zunächst gab es allerdings noch eine Vorspeise, denn die Veranstalter hatten eine zweite Band engagiert, die das Publikum auf den Hamburger Rockmusiker einstimmen sollte. RESPECT heißt die Gruppe um Sänger, Gitarrist und Songschreiber Uwe Fechner, der mit seinen Mitmusikern Uwe Sill, Jacky Biermann, Thorsten Ortmann und Tim Möller knackige Rockmusik mit deutschen Texten spielte. Mit "Willkommen im Land der Gartenzwerge", "Regenbogen" oder "Technohaus ist abgebrannt" unterhielt die Hammer Band die Zuschauer ausschließlich mit Eigenkompositionen aus der Feder von Uwe Fechner. Das 1986 entstandene Stück "Diese Nacht hat ihren Preis", welches auch als Single erschienen ist, stammt zudem noch aus den musikalischen Köpfen von Jacky Biermann und Rainer Brackelmann. Der einstündige Auftritt von RESPECT machte den Zuschauern sichtlich Freude und war sicherlich mehr, als ein Pausenfüller, bis der Top-Act des Abends endlich auf der Bühne stand. Um 21.00 Uhr war es dann soweit, Achim Reichel und Band wurden mit tosendem Applaus auf der Bühne begrüßt und gingen auch gleich in die Vollen. Und da wurde einem erst mal so richtig klar, wieviele Hits dieser Mann eigentlich im Laufe der Jahre geschrieben hat. "Kreuzworträtsel", "Kuddeldaddeldu", "Steak, Bier und Zigaretten". Oder die vertonten Werke großer deutscher Dichter, wie "Herr von Ribbeck", oder eine verrockte Version von "Salome". Mit Gitarren, Bass, Schlagzeug, Keyboard, Akkordeon und einem herrlichen Bläsersatz zog die Band um Achim Reichel alle Register ihres Könnens. Reichel hatte die etwa 6000 (!) Zuschauer vom ersten Song an im Griff. Die Refrains wurden mühelos mitgesungen, "Alloahee" ist schon so etwas wie eine Hymne, jeder kennt das Stück und es war beeindruckend, es aus tausenden von Kehlen zu hören. Und "Ein Freund, ein guter Freund" als Rock´n Roll hätte sicherlich auch der olle Heinz Rühmann geliebt. Vielleicht hat er es ja sogar gemocht, könnte ich mir jedenfalls vorstellen. Ich jedenfalls mag die Veranstalter, die ein solches Konzert möglich gemacht haben. Nur der Sound, der war echt Schei..* (Hh) *(Zensur, d. Red.)