Meine lieben DixieklobenutzerInnen,
zuerst möchte ich einmal auf einen Umstand hinweisen, der berechtigt scheint, sich in der Kategorie exklusives Geheimwissen heimisch zu fühlen: es gab zu meiner Zeit (d.h. als ich noch zu den Spielzeugshopkunden zählte) mal ein Barbiepferd, das Dixie hieß. Dixie war noch gar kein fertiger Gaul sondern ein heranwachsender solcher, genaugenommen ein Fohlen, ein niedliches Viech mit echter Mähne (lockig) aber unbeweglichen Beinen. Bei den großen Barbiepferden konnte man ja alles mögliche bewegen. Bei den kleinen offenbar nicht. Wenn man sich nun fragt, ob tatsächlich irgendein Zusammenhang zwischen Pferd und Klo besteht, dann kann man vielleicht folgende Auffälligkeit anführen: Fohlen Dixie hatte die Farbe von sehr blassem, ich möchte mal sagen: karamelartigem Stuhl. Der Stuhl, den ich meine, müsste ungefähr die Konsistenz von heißer Schokolade aufweisen. Manch einer mag sowas schon als sogenannten Bierschiss kennengelernt haben. Pferd und Klo wäre übrigens auch ein schöner Titel für eine hochspezialisierte Fachzeitschrift, so wie Jagd und Hund oder Mutter und Kind. Oder gibt es gar keine Fachzeitschrift, die Mutter und Kind heißt? Ganz bestimmt aber gibt es Veranstaltungen wie Mutter-und-Kind-Turnen. Das weiß ich genau, ich war nämlich vor - sagen wir mal - 20 Jahren selbst mit meiner Mutter beim Mutter-und-Kind-Turnen. Aber ich schweife ab. Bevor ich mich allerdings weiteren lustigen Veranstaltungen zuwende, werfe ich nonchalant etwas ganz anderes ein, nämlich das
Ommawörterbuch - Teil 11
Öster - Dinger (abwertend)
Schippse - Chips
buseln (nicht anstößig!) - kramen, beschäftigt sein
Junge dynamische Menschen sind sommers gern auf Festivals umtriebig. So auch ich. Das Zelt geschultert, die Ohrenstöpsel gezückt und hinein in die Menge heißt es da. Nur einen Haken hat der Festivalbesuch: selbst der umsichtigste Camper, der an alles gedacht (Grill, Campingstühle und -tisch, Thermoskanne, selbstaufblasende Isomatte) und nichts vergessen hat (Batterien für den portablen Cassettenrecorder, Regenkluft gegen etwaige Naturgewaltausbrüche, Eintrittskarten), vermisst eines: das heimische Wasserklosett. Es ist ein Elend. 20 Minuten Schlange stehen in tropischer Hitze oder ekligem Nieselregen vor unfein vor sich hin dünstenden, wenig vertrauenerweckenden Häuschen, die für die kleinen und großen Geschäfte aberwitzig unzähliger Hinterteile herhalten müssen. Jeder Klogang eine echte Mutprobe! Während des Wartens überlegt der Müssende, was das wohl für arme Menschen sind, die beruflich mit den Geschäftshäuschen zu tun haben. Zu diesen Menschen gehören zum Beispiel die Saugwagenfahrer. Saugwagenfahrer möchte ich nicht sein. Der Saugwagen, von dem ich auch nur weiß, dass er wirklich so heißt, weil Saugwagen auf ihm drauf stand, hat einen gewaltigen Saugschlauch. Einen schaudert, wenn man sich vorstellt, was so ein Saugwagensaugschlauch alles aufsaugen muss. Wie man sie allerdings entleert, die Saugwagen, das weiß ich nicht zu sagen. Nö, keine Ahnung. Will ich aber auch gar nicht so genau wissen. Nein, das ist mir ganz egal. Phlegmatisch
Eure Bianca