Blickpunkt


Jährlich 20.000 junge Menschen Opfer von Verkehrsunfällen in NRW


Im Vergleich zu anderen Verkehrsteilnehmern verursachen gerade junge Fahrerinnen und Fahrer im Alter von 18 bis 24 Jahren häufig Unfälle.
Um mit Jugendlichen über dieses Problem und die Ursachen und Abhilfe zu sprechen kam Kommissar Rittgerott in die Fahrschule Gerd + Bert auf der Kamener Straße in Pelkum.
Vor gut gefüllten Reihen konnte der sympathische Mann von der Hammer Polizei mit einem interessanten Vortrag und eben solchen Videoeinspielungen seine Zuhörer ordentlich beeindruk-ken und zu einer angeregten Diskussion motivieren - was ja, angesichts einer Polizei-uniform nicht gerade einfach ist.

Realität ist: Die Hauptunfallursachen bei jungen Autofahrern sind in erster Linie und in dieser Reihenfolge:
- zu hohe und nicht angepasste Geschwindigkeit
- Alkohol- und Drogeneinfluss
- mangelnder Sicherheitsabstand
- Nichtbeachten von Verkehrszeichen

Etwa die Hälfte der jungen Fahranfänger verfügt unmittelbar nach dem Führerscheinerwerb schon über ein eigenes Auto, wobei gerade junge Männer vielfach eine regelrechte Beziehung zu ihrem Auto aufbauen. Für sie ist es Statussymbol und die technischen Gegebenheiten und fahreri-sches Können sind von großer Bedeutung für das eigene Selbstwertgefühl.

Dazu aber gilt: Richtig fahren können dauert seine Zeit. Erfahrungen sammeln heißt die Devise. Gefühl für sein Fahrzeug und eine realistische Selbsteinschätzung bei der Beurteilung von Risikosituationen werden erst im Laufe mehrerer Jahre durch praktische Fahrerfahrung erlernt.

Junge Frauen übrigens unterscheiden sich von gleichaltrigen Männern oft durch eine verant-wortungsbewusstere, realistische und von Vorsicht geprägte Einstellung zum Fahren. Sie sind deutlich weniger an schweren Verkehrsunfällen beteiligt.

Zum Schluss zeigte der Kommissar noch ein Videofilm von einer alkoholisierten Clique, die auf einer Landstraße in Brandenburg mit einer Videokamera ihren eigenen Unfall gefilmt hat. Laut grölend und übermütig wurde alles überholt was unterwegs war. Dabei kam es bei einem Über-holmanöver zu einem folgenschweren, fürchterlichen Unfall. Ein außergewöhnlicher Film, den sich der Kameramann allerdings nicht mehr anschauen konnte, denn er starb noch an der Unfallstelle.


Bitte nie vergessen: Wer Auto fahren will - Hände weg von Drogen und Alkohol!



©2002 Stadtführer Verlag, Reinhard Bialas